Donald Trump: "Mit wem reden Sie?" Wirrer Trump-Moment im Live-TV
Donald Trump wollte in einem Interview mit Fox News Stärke demonstrieren, doch eine einfache Frage brachte ihn ins Wanken. Statt dem Moderator Brian Kilmeade eine konkrete Antwort zu geben, sprach er über Zölle und angeblich verhinderte Kriege. Das Netz reagierte mit Spott.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump konnte in einem Fox-News-Interview keinen iranischen Ansprechpartner nennen
- Stattdessen drohte der US-Präsident dem Iran mit massiver Zerstörung seiner Infrastruktur
- In den sozialen Netzwerken sorgten seine Aussagen für scharfe Kritik und Spott
Donald Trump wollte in einem Live-Interview bei "Fox & Friends" über seine Außenpolitik sprechen. Doch ausgerechnet eine einfache Nachfrage brachte den US-Präsidenten in Erklärungsnot. Als Moderator Brian Kilmeade wissen wollte, mit wem die USA auf iranischer Seite eigentlich verhandeln, blieb Trump eine konkrete Antwort schuldig und wechselte stattdessen abrupt das Thema.
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Moderator hakt im Interview nach – Donald Trump nennt keinen Namen
Im Interview erklärte Trump zunächst, die Iraner hätten "vor kurzem gesagt, dass wir reden". Kilmeade ließ das nicht gelten und fragte direkt nach: "Können Sie mir sagen, mit wem Sie sprechen, Herr Präsident?" Eine Antwort blieb aus. Statt einen Ansprechpartner zu nennen, sprach Trump über den verstorbenen Senator Lindsey Graham, seine Zollpolitik und die wirtschaftliche Entwicklung der USA. Auf die eigentliche Frage ging er nicht mehr ein.
Im weiteren Verlauf des Interviews schlug Trump deutlich schärfere Töne an. Er erklärte, die wichtigsten Brücken des Iran könne das US-Militär "in weniger als zwei Stunden" zerstören. Sämtliche Kraftwerke des Landes ließen sich nach seinen Worten innerhalb eines Tages ausschalten. Mit Verweis auf seine Zeit als Bauunternehmer sagte Trump, er wisse genau, wie lange der Wiederaufbau einer solchen Infrastruktur dauern würde. Er denke dabei an "91 Millionen Menschen ohne Strom, ohne Brücken" und sprach von einer "sehr heiklen Balance". Zugleich erklärte der US-Präsident, die iranische Marine, Luftwaffe und Luftabwehr seien bereits zerstört. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde er "den Job zu Ende bringen". Auch die Anlage am sogenannten Pickax Mountain könne man "sehr leicht" ausschalten.
Trump prahlt: US-Zölle hätten acht Kriege verhindert
Nicht nur außenpolitisch sorgte Trump für Aufsehen. Auch seine Aussagen zur Handelspolitik fielen ungewöhnlich aus. Der US-Präsident behauptete, seine Zölle hätten insgesamt acht Kriege verhindert – fünf davon allein durch ihre Androhung. Besonders weitreichend war seine Behauptung, die Drohung mit Strafzöllen habe sogar einen Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan verhindert. Konkrete Belege für diese Aussage nannte Trump jedoch nicht. Zugleich räumte er ein, dass der Supreme Court Teile seiner Zollpolitik in einer knappen Entscheidung zurückgewiesen habe. Er verfüge jedoch über "andere Wege", dieselben Ziele zu erreichen. Außerdem verwies Trump auf Investitionen großer Unternehmen wie General Motors und Toyota sowie auf neue Chipfabriken in Arizona, die seiner Darstellung nach auf seine Wirtschaftspolitik zurückzuführen seien.
Demenz-Spott gegen Donald Trump
Nach dem Interview verbreiteten sich Ausschnitte in den sozialen Netzwerken. Der Ökonom Dean Baker schrieb auf X: "Trumps Demenz redet wieder. Der alte Idiot hat eine ziemliche Fantasie." Der konservative Jurist und Trump-Kritiker George Conway fragte auf Bluesky: "Das ist ein Test für Fox-News-Zuschauer: Seid ihr nach all diesen Lügen immer noch bereit, ihm zu glauben?" Auch zahlreiche weitere Nutzer machten sich über Trumps Aussagen lustig. Ein Beitrag lautete: "Der Schwachsinn ist so dick, dass selbst Fox eine Schaufel bräuchte." Ein anderer kommentierte Trumps Behauptung, Zölle hätten einen Atomkrieg verhindert, mit den Worten: "Zölle als Antwort auf die Verhinderung eines Atomkriegs. Geh schlafen, Pinocchio."
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