Donald Trump am Ende: Analyst legt sich fest - Trumps Imperium steht vor "demütigender Implosion"

Für Donald Trump wird die Luft immer dünner, während die US-Zwischenwahlen näher rücken. Eine schonungslose Analyse legt sich nun fest: Der US-Präsident wird mit seiner Regierung an seiner eigenen grenzenlosen Gier zugrunde gehen.

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Donald Trump lässt sich auch als US-Präsident nicht von korrupten Machenschaften abbringen - und könnte damit sein politisches Ende vorzeitig besiegeln. (Foto) Suche
Donald Trump lässt sich auch als US-Präsident nicht von korrupten Machenschaften abbringen - und könnte damit sein politisches Ende vorzeitig besiegeln. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump droht Implosion seiner Traumwelt laut Analyse
  • US-Präsident führt "epische und rücksichtslose Korruption" der Regierung an - und wird daran zugrunde gehen
  • Donald Trumps Beliebtheit erleidet schweren Rückschlag - jetzt steht alles auf dem Spiel

Die aktuelle US-Regierung unter Präsident Donald Trump wird an ihrer eigenen hemmungslosen Korruption zugrunde gehen – und das mit Ansage. So lautet zumindest die These von Andrew O'Hehir, Chefredakteur beim US-Magazin "Salon", der Ende Juli in einem ausführlichen Leitartikel die Außenpolitik des Präsidenten sezierte.

Düstere Aussichten für Donald Trump: "Epische und rücksichtslose Korruption" wird zum Sargnagel

O'Hehirs zentrales Argument: "Wir sollten für die epische und rücksichtslose Korruption dieser Regierung dankbar sein", so der Wortlaut der düsteren Trump-Analyse. "Ambitionierte Pläne, Amerika und die Welt in ein Wunderland der weißen Vorherrschaft umzugestalten, werden beständig durch das enorme Ausmaß der Bereicherung untergraben." Die grassierende Selbstbedienungsmentalität innerhalb der Regierung habe Trumps Beliebtheit einen tödlichen Schlag versetzt, so der Kolumnist. Die MAGA-Bewegung steuere auf eine böse Überraschung sowie eine "demütigende Implosion" bei den bevorstehenden Zwischenwahlen zu.

Analyst rechnet mit Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller ab und zieht Goebbels-Vergleich

Im Zentrum von O'Hehirs Analyse steht Stephen Miller, Trumps stellvertretender Stabschef für politische Strategie. Der Kolumnist zieht dabei einen drastischen historischen Vergleich: "So wie ich ihn sehe, ist Miller ein wahrer Gläubiger, dessen Korruption eher moralischer als finanzieller Natur ist – eine von vielen Eigenschaften, die er offenbar mit Joseph Goebbels teilt."

Genau dieser Kontrast bildet den Kern der Argumentation. Während Miller als ideologischer Überzeugungstäter seine radikalen Umgestaltungspläne vorantreibe, werde er ausgerechnet von den eigenen Leuten sabotiert. Denn der Rest der Administration sei vor allem mit persönlicher Bereicherung beschäftigt – und untergrabe damit systematisch Millers politische Agenda. Die finanzielle Gier der Trump-Getreuen erweise sich so paradoxerweise als Bremsklotz für die ideologischen Ambitionen.

Donald Trumps Regierung hat ihren Zenit überschritten - jetzt droht das Zwischenwahl-Debakel

O'Hehir zeichnet das Bild einer Regierung, die bereits jetzt ihren Zenit überschritten hat. "Während die Trump-Administration unsicher in ihre lahme-Ente-Phase taumelt und einer wahrscheinlichen vernichtenden Niederlage bei den Zwischenwahlen entgegensteuert, wird ihre Suche nach einem bleibenden Vermächtnis zunehmend erbärmlich", schrieb der "Salon"-Chefredakteur.

Parallel dazu laufe eine immer verzweifelter anmutende Jagd nach irgendetwas, das man den letzten verbliebenen MAGA-Anhängern als Erfolg verkaufen könne – "egal wie kleinlich und unbedeutend", so O'Hehir. Die Kombination aus schwindendem Rückhalt und fehlenden vorzeigbaren Ergebnissen lasse die Administration in eine Abwärtsspirale geraten, aus der es nach Einschätzung des Kolumnisten keinen Ausweg mehr gebe.

Donald Trump demaskiert sich selbst mit grenzenloser Gier

Dass die Situation durchaus komische Züge trage, verhehlt O'Hehir nicht – doch er schränkt sofort ein. Der Spaß höre dort auf, wo reale Menschenleben betroffen seien und wo "Milliarden an Steuergeldern, die der Kongress als Hilfe für verarmte Länder wie Mali bewilligt hat, an Rechtsnationalisten, Verfechter weißer Vorherrschaft und LGBTQ-feindliche Gruppen umgeleitet werden". Dennoch sieht der Kolumnist einen dunklen Silberstreif am Horizont. "Trumps Rückkehr an die Macht hat zumindest all die Trottel endgültig eines Besseren belehrt, die jemals irgendetwas, das er sagte, für bare Münze genommen haben", schrieb O'Hehir in seinem Fazit. Die Administration habe sich letztlich selbst demaskiert – durch nichts anderes als ihre eigene grenzenlose Gier.

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