Markus Söder bei Instagram: "Geisteskrank im Endstadium!" Das nimmt das Netz dem CSU-Chef übel
Seide Foodblogger-Karriere hat Markus Söder auf Eis gelegt, nun tingelt Bayerns Ministerpräsident quer durch den Freistaat und feiert. Dass der CSU-Chef dabei aktuelle Ereignisse unter den Teppich kehrt, geht seinen Instagram-Followern mächtig auf die Nerven.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Markus Söder feiert unbeschwert in Bayerns Festzelten
- CSU-Chef schweigt zu Messer-Angriff auf Dorffest in Egling
- Instagram-Wut für Bayerns Ministerpräsident: "Geisteskrank im Endstadium"
Die Zeiten, in denen man beim Scrollen durch Instagram auf das Profil von Markus Söder und stieß und sich des Eindrucks nicht erwehren konnte, auf dem Account eines dauerhungrigen Food-Influencers gelandet zu sein, sind gezählt: Im Frühjahr 2026, kurz nach den Landtagswahlen im Freistaat, trennte sich der bayerische Ministerpräsident von seinem liebsten Hobby und trug den bis dato auf seinem Account dauerpräsenten Hashtag #söderisst zu Grabe.
Markus Söder macht Schluss als Food-Blogger - jetzt ist ein Kurswechsel nötig
Zuvor hatte Markus Söder regelmäßig Fotos der kulinarischen Spezialitäten gepostet, die der CDU-Chef zu sich nahm. Damit soll künftig Schluss sein, denn nach eigenem Bekunden will sich Markus Söder nicht mehr auf Aktivitäten konzentrieren, die ihm einen Ruf als "Teilzeit-Foodblogger" eingehandelt haben, sondern sich vielmehr dem widmen, was seine Wählerinnen und Wähler von ihm erwarten. In einem Interview mit dem "Münchner Merkur" stellte Bayerns Ministerpräsident klar:
- "Aktuell verschärft sich die wirtschaftliche und außenpolitische Lage von Woche zu Woche – die Kommunikation muss sich natürlich dieser Lage anpassen."
- "Natürlich darf man bei Social Media weiterhin authentisch sein. Inzwischen weiß aber auch jeder, was ich gern esse. Daher gibt es wirklich andere Themen."
Markus Söder tingelt durch Bayerns Festzelte und wird Opfer von Tomaten-Attacke
Das große Fressen auf Social Media ist für Markus Söder also nach dem selbst auferlegten Richtungswechsel vorbei - inzwischen sind es hauptsächlich offizielle Termine, die der CSU-Chef in seinen Instagram-Posts Revue passieren lässt. Die einst so prominent platzierten Lebensmittel scheinen Söder dabei weiterhin nicht loszulassen, wie sich bei einer Stippvisite in Bernau am Chiemsee zeigte. Bei den Feierlichkeiten zum 1.100-jährigen Bestehen des Ortes wurde Bayerns Ministerpräsident Opfer einer fiesen Frucht-Attacke, als ihn eine geworfene Tomate am Kopf traf.
CSU-Chef feiert Feuerwehr-Ehrenamt und tritt Wut-Welle los
Markus Söder selbst ließ den Zwischenfall unkommentiert und beschränkte sich auf Bierzelt-Impressionen aus Bernau, bevor es am 20. Juli für den CSU-Chef in den knapp 200 Kilometer vom Bodensee entfernten Landkreis Dillingen in Schwaben ging. Dort wurde das 450-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehren Bissingen, Hochstein und Unterbissingen zelebriert - eine Festlichkeit, die Markus Söder keineswegs verpassen wollte. Nach dem Event äußerte sich Bayern Ministerpräsident in den höchsten Tönen über die von Feuerwehren geleisteten Dienste - doch die Kommentarspalte des Instagram-Posts wurde trotzdem erneut zum Tummelplatz empörter und schadenfroher Söder-Follower.
Während etliche Nutzer weiter über den Tomatenwurf in Bernau spotteten und die Kommentarspalte mit Emojis und Memes fluteten, wählten andere Kritiker die verbale Schelte. Was seine Follower an Markus Söder auszusetzen haben, mögen die folgenden Kommentare exemplarisch verdeutlichen:
- "Er macht aktuell überhaupt keine Politik, eher nur von Zelt zu Zelt."
- "Fressen und Saufen, des kann er."
- "Der Tomatenkaiser hat ein Festzelt betreten."
- "Der gefühlt zehnte Beitrag, in dem Sie durch's Land tingeln. Arbeit sieht irgendwie anders aus. Also so normale Arbeit eines ach so faulen Steuerzahlers."
- "Geil. 2000 Leute hören sich die Märchen vom Bierzelt-Onkel an, gehen morgen wieder fest arbeiten, damit er und seine Freunde das Geld verballern können und nehmen weitere Kürzungen dankend an. Geisteskrank im Endstadium"
- "Wir brauchen mehr Tomaten für den Herrn."
- "Bierzelt, Selfies und Social Media – dafür scheint Zeit zu sein. Aber viele Menschen fragen sich nach solchen Gewalttaten auf Dorffesten, wann ihre Sicherheit endlich oberste Priorität bekommt."
Markus Söder schweigt zu Messer-Attacke auf Dorffest - Instagram-Fans sind empört
Es sollte nicht die einzige Anmerkung bleiben, die sich auf die Vorfälle beziehen, die am 19. Juli 2026 den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erschütterten: Auf einem Dorffest mit rund 700 Besuchern in Egling sind acht Menschen verletzt worden, als eine unbekannte Person mit einem Messer angriff. Das Motiv für die Messer-Attacke ist bislang unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen schlug der Unbekannte zunächst einem 24-Jährigen unvermittelt gegen den Kopf. Als dieser zu Boden ging, konnte er den Angaben nach erkennen, wie der Angreifer dessen 16-jährigen Freund mit einem Messer am Unterarm verletzte. Im weiteren Verlauf des Abends attackierte der Angreifer weitere Festbesucher, bevor er floh. Gegen 23.45 Uhr wurden die Beamten den Angaben zufolge alarmiert.
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loc/news.de/dpa
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