Kontroverse nach Baby-News: Spahn: Fraktion soll über seine Zukunft entscheiden
Die Elternschaft von Unionsfraktionschef Spahn zieht weite Kreise, weil er und sein Mann die Hilfe einer Leihmutter in Anspruch nahmen. Nun erklärt er sich.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Unionsfraktionschef Jens Spahn legt die Entscheidung über seine politische Zukunft im Amt in die Hand der Abgeordneten von CDU und CSU. "Ich werde die Frage, wie es weitergeht, mit der Fraktion natürlich erörtern, wenn wir uns im September wiedersehen", sagte der CDU-Politiker der "Bild".
Auf einen möglichen Rücktritt angesprochen, sagte Spahn im Podcast "Ronzheimer": "Am Ende kann ja nur die Fraktion darüber entscheiden, wie es weitergeht." Zur Frage, ob er weitermachen wolle, erklärte er: "Ich werde mit meiner Fraktion darüber reden und das in ihre Verantwortung – wo es ja auch hingehört, der Vorsitzende der Fraktion – auch legen."
Zugleich betonte Spahn: "Für mich ist jedenfalls eins klar: Für mich gibt es, und das wird mir jede Stunde immer bewusster, nichts Wichtigeres als meine Familie."
Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte den Jungen zur Welt. In Deutschland gibt es Kritik, weil Leihmutterschaft hier verboten ist und sich die CDU klar gegen eine Legalisierung ausspricht, so wie in der Vergangenheit auch Spahn selbst. Kritiker sprechen von doppelten Standards, auch aus der CDU gibt es Rücktrittsforderungen.
"Lange gerungen"
Bei "Bild" sagte Spahn: "Ich habe lange mit mir gerungen, auch was das Thema Leihmutterschaft angeht. Ich bin lange zerrissen gewesen. Aber eben über dieses Ringen und sich mit dem Thema beschäftigen, haben wir uns für diesen Weg entschieden." Er kenne es als Christ, dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben. Und dass das manchmal kein Schwarz und Weiß hat und keine einfachen Entscheidungen".
Er stelle sich der politischen Diskussion, die seine Vaterschaft ausgelöst habe: "Ich muss nur die Balance schaffen", sagte Spahn. "Es ist und bleibt was sehr Privates. Ich möchte meine Familie schützen."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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