Debatte um Leihmutterschaft: Spahn und Leihmutterschaft Thema im CDU-Präsidium

Unionsfraktionschef Spahn steht wegen seiner Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter unter Druck, weil seine Partei Leihmutterschaften ablehnt. Kanzler Merz kündigt Beratungen der CDU-Spitze an.

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Nach der Rücktrittsforderung eines CDU-Landeschefs gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wegen dessen Elternschaft mit Hilfe einer Leihmutter in den USA wird sich die CDU-Spitze mit dem Thema befassen. Das kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach dem deutsch-französischen Ministerrat in Brühl an. Ihm sei bewusst, dass dieses Thema in seiner ganzen Dimension menschlich, juristisch, gesellschaftlich und ethisch sehr viele Menschen in Deutschland im Augenblick bewege, sagte der CDU-Chef auf Journalistennachfrage.

Er fügte hinzu: "Wir haben dazu in Deutschland eine klare Rechtslage, wir haben in der Partei, in der CDU, einen Parteitagsbeschluss. Ich sehe nicht, dass an der Rechtslage oder an dem Parteitagsbeschluss Änderungen vorgenommen werden sollen und alles Weitere werden wir in der nächsten Sitzung des Präsidiums der CDU Deutschlands besprechen."

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Daniel Peters hatte Spahns Rücktritt als Vorsitzender der Unionsfraktion gefordert. "Mit einer Leihmutterschaft in den USA hat Spahn sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt", sagte Peters, der auch im CDU-Bundesvorstand sitzt, "Bild". Auch die Opposition wirft Spahn Doppelstandards vor.

Spahn und sein Ehemann Daniel Funke hatten am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte das Baby zur Welt. Dies hatte eine kontroverse Debatte ausgelöst, weil Leihmutterschaft in Deutschland nicht zulässig ist und Spahns Partei sich klar gegen eine Legalisierung ausspricht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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