Donald Trump: Millionen-Umbau nur für sein neues Präsidenten-Flugzeug

120 Millionen Dollar für 550 Meter mehr Asphalt, damit die neue Air Force One landen kann. Für den Nato-Gipfel baute die Türkei einen kompletten Flughafen um, nur damit Donald Trumps Maschine aufsetzen kann.

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Für die Air Force One wird ein ehemaliger Militärflughafen in Ankara saniert. (Foto) Suche
Für die Air Force One wird ein ehemaliger Militärflughafen in Ankara saniert. Bild: picture alliance/dpa/AP photo | Julia Demaree Nikhinson
  • Ehemaliger türkischer Militärflughafen Etimesgut für Air Force One umgebaut
  • Umbaumaßnahme kostete Millionen
  • Landebahn für Donald Trumps Präsidentenmaschine aus Katar wurde verlängert

Während des Nato-Gipfels in Ankara hat die Türkei den ehemaligen Militärflughafen Etimesgut grundlegend umgebaut – und dabei rund 120 Millionen Dollar investiert. Der Hauptgrund für diese massive Infrastrukturmaßnahme: die künftige Air Force One der Vereinigten Staaten.

Millionen-Umbau für Trump-Flugzeug in der Türkei

Nach achtmonatiger Bauzeit wurde der Flughafen unter dem Code "ANK" wiedereröffnet und dient nun als Drehkreuz für VIP-, Diplomaten- und Staatsflüge, berichtet das Portal "Luxurylaunches". Bei dem Präsidentenflugzeug handelt es sich um eine Boeing 747-8, die Katar den USA geschenkt hat. Der Wert des Flugzeugs wird auf 400 Millionen Dollar beziffert. Mit einer Länge von über 76 Metern und einem maximalen Startgewicht von 442 Tonnen ist die Maschine das größte Passagierflugzeug, das Boeing jemals produziert hat. Doch die neue Maschine kam auf dem Rückflug von Donald Trump nicht zum Einsatz.

Eine Landebahn, für Trumps Air Force One verlängert

Die Umbauarbeiten gingen weit über eine simple Verlängerung hinaus. Die Startbahn wuchs von 2.450 auf 3.000 Meter – doch die eigentliche ingenieurtechnische Herausforderung lag in der Verbreiterung von 42 auf 60 Meter. Erst dieser Schritt ermöglichte die Einstufung nach ICAO-Kategorie F, der höchsten Klassifizierung für Verkehrsflughäfen.

Diese Kategorie teilen sich weltweit nur zwei Flugzeugtypen: die Boeing 747-8 und der Airbus A380. Die meisten internationalen Großflughäfen sind lediglich für Kategorie E ausgelegt. Vor dem Umbau erfüllte Etimesgut nicht einmal diese Anforderungen – ein regulärer Betrieb der künftigen Air Force One wäre unter Standardbedingungen schlicht unmöglich gewesen. Mit der breiteren Piste kann der Jumbojet nun ohne Sondergenehmigungen landen und starten.

Deshalb wurde der türkische Flughafen umgebaut

Die gewaltigen Dimensionen der 747-8 erklären, warum herkömmliche Flughäfen an ihre Grenzen stoßen. Mit einer Spannweite von 68,4 Metern sprengt das Flugzeug die üblichen Kategorie-E-Standards, nach denen selbst große internationale Airports ausgelegt sind.

Doch nicht nur die Breite stellte Etimesgut vor Probleme. Ankara liegt etwa 808 Meter über dem Meeresspiegel, und sommerliche Temperaturen erhöhen die Dichtehöhe zusätzlich. Das bedeutet: Triebwerksleistung und Auftrieb sinken spürbar. Bei einem maximalen Startgewicht von rund 442 Tonnen hätte die alte 2.450-Meter-Bahn für einen vollbeladenen Transatlantikflug kaum Sicherheitsreserven geboten.

Die Verlängerung auf 3.000 Meter schafft nun ausreichend Spielraum, damit das schwerste Verkehrsflugzeug aus Boeings Geschichte auch unter ungünstigen Bedingungen sicher abheben kann.

Trump-Flieger übertrifft andere Jets

Die neue Air Force One übertrifft ihre Vorgängerin in allen Dimensionen deutlich. Die aktuellen VC-25A-Maschinen basieren auf der Boeing 747-200B aus den späten 1980er Jahren. Im Vergleich dazu ist die 747-8 fast sechs Meter länger und ihre Tragflächen ragen etwa vier Meter weiter. Diese scheinbar moderaten Zuwächse reichen aus, um das Flugzeug in eine völlig andere Flughafenkategorie zu katapultieren.

Beim Nato-Gipfel war die Boeing 747-8 das einzige Flugzeug der Kategorie F unter den Besuchern. Während andere Delegationen mit Airbus A330, A340 oder A350 anreisten, zog das amerikanische Präsidentenflugzeug die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Am Tag seiner Ankunft wurde es zum meistgetrackten Flugzeug auf Flugverfolgungsplattformen weltweit.

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/ife/news.de/stg

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