Donald Trump: US-Präsident will Zeitumstellung abschaffen

Künftig könnte in den USA Schluss mit der Zeitumstellung sein. Das US-Repräsentantenhaus hat für eine dauerhafte Sommerzeit gestimmt. Damit erhält eines von Trumps Lieblingsprojekten politische Zustimmung. Doch es regte sich Widerstand.

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Donald Trump will die Sommerzeit zur Norm machen. (Foto) Suche
Donald Trump will die Sommerzeit zur Norm machen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • In den USA könnte die Zeitumstellung bald Geschichte sein
  • Das US-Repräsentantenhaus stimmt für den Sunshine Protection Act
  • Der neue Gesetzentwurf würde künftig die Sommerzeit dauerhaft einführen
  • Donald Trump warb für eine Änderung und wetterte gegen das Uhren drehen

Viele Menschen haben genug von der Zeitumstellung und forderten eine Abschaffung. Die EU-Kommission hatte es vorgeschlagen und das EU-Parlament hat für den Vorschlag gestimmt. Bislang ist nichts passiert. In den USA könnte es bald vorbei sein, an der Uhr zu drehen. Das US-Repräsentantenhaus hat am Dienstag (14. Juli) den sogenannten Sunshine Protection Act mit einer deutlichen Mehrheit von 308 zu 117 Stimmen angenommen. Der Gesetzentwurf würde die Sommerzeit in den Vereinigten Staaten dauerhaft einführen und damit das zweimalige Umstellen der Uhren pro Jahr beenden.

Trump wettert gegen Zeitumstellung - US-Präsident warb für Änderung

Trump hat sich mit bemerkenswerter Ausdauer für das Ende der Zeitumstellung stark gemacht. Bereits im Mai warb er auf Truth Social für den Gesetzentwurf, als dieser noch im Energie- und Handelsausschuss lag. "Hunderte Millionen Dollar werden jedes Jahr von Menschen, Städten und Bundesstaaten ausgegeben, weil sie gezwungen sind, ihre Uhren umzustellen", schrieb Trump damals.

Laut "Politico" lobbyierte der Präsident im vergangenen Monat aktiv bei republikanischen Abgeordneten für die Verabschiedung. "Der Präsident war aktiv in diese Sache eingebunden", bestätigte ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses dem Magazin. "Es ist eine große Priorität für ihn." Trump bezeichnete das halbjährliche Ritual als "lächerliche Produktion" und versprach, hart für die Unterzeichnung des Gesetzes zu arbeiten.

Breite Unterstützung für Gesetzesentwurf zur Zeitumstellung

Außenminister Marco Rubio gehört zu den langjährigen Verfechtern der dauerhaften Sommerzeit. Gemeinsam mit dem demokratischen Senator Ed Markey aus Massachusetts brachte er den Sunshine Protection Act bereits 2024 ein. "Es ist Zeit, die Uhr festzustellen und diese lächerliche, veraltete Praxis des Hin- und Herschaltens zu beenden", erklärte Rubio damals.

Senator Markey betonte die weitreichenden Auswirkungen: "Das ist nicht nur lästig – die Zeitumstellung hat echte Folgen für unsere Wirtschaft, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden."

Dauerhaft Sommerzeit? Widerstand gegen Trumps Vorhaben

Doch im Senat droht erneut Widerstand. Senator Tom Cotton hatte bei der gescheiterten Abstimmung im vergangenen Jahr gewarnt, dass in manchen Landesteilen die Sonne erst um 9 Uhr morgens aufgehen würde – Pendler müssten dann im Dunkeln zur Arbeit fahren.

Amerikaner haben die Zeitumstellung satt

Die öffentliche Meinung steht klar hinter dem Vorhaben. Einer Umfrage von AP-NORC aus dem Jahr 2025 zufolge sind lediglich 12 Prozent der Amerikaner mit dem bestehenden System zufrieden. Ganze 47 Prozent der Erwachsenen lehnen das zweimalige Umstellen der Uhren pro Jahr ab. Einige Regionen leben bereits ohne den halbjährlichen Wechsel: Hawaii, Arizona und mehrere US-Territorien wie Puerto Rico haben sich von der Zeitumstellung verabschiedet.

Die Geschichte der landesweiten Sommerzeit reicht bis 1966 zurück, als der Uniform Time Act sie offiziell einführte. Zuvor wurde sie nur vorübergehend während des Ersten und Zweiten Weltkriegs angewandt.

Der Gesetzentwurf wandert nun in den Senat, wo eine frühere Fassung im vergangenen Jahr gescheitert war.

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