Wladimir Putin: Kremlchef am Umfrage-Tiefpunkt angekommen - Bürger verlieren das Vertrauen
Ausgerechnet ein staatliches Meinungsforschungsinstitut dokumentiert Putins Absturz: Die russische Bevölkerung verliert das Vertrauen in den Kremlchef. Seine Zustimmungsrate rutscht auf über 60 Prozent ab. Eine Krise könnte der Auslöser sein.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
Suche
- Wladimir Putins Zustimmungswerte erreichen einen neuen Tiefpunkt
- Staatliches Meinungsforschungsinstitut offenbart zunehmenden Vertrauensverlust
- Benzinkrise könnte der Auslöser für die schlechten Umfragewerte des Kremlchefs sein
Die Stimmung gegenüber Wladimir Putin scheint in der russischen Bevölkerung auf einem Tiefpunkt angekommen zu sein. Das ging so weit, dass sich immer mehr Russen gegen Putins Ukraine-Krieg stellen und sich ein schnelles Ende wünschen. Auch eine aktuelle Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts VTsIOM zeichnet ein ähnliches Bild. Immer mehr Menschen aus der Bevölkerung verlieren das Vertrauen in den russischen Machthaber. Demnach befinden sich die Zustimmungswerte des Kremlchefs weiter im Sinkflug.
Wladimir Putins Zustimmungswerte erreichen neuen Tiefpunkt
Nach Angaben des staatlichen Meinungsforschungsinstituts rutschte die Zustimmungsrate auf 66 Prozent ab. Das ist ein Minus von 0,9 Prozentpunkten. Auch das Vertrauen in den Kremlchef ging zurück und liegt nun bei 72,3 Prozent. Die am Freitag veröffentlichten Daten beziehen sich auf den Zeitraum vom 29. Juni bis 5. Juli.
Kremlchef verliert Vertrauen in der Bevölkerung - Abwärtstrend beschleunigt sich
Besonders auffällig: Ende Juni 2026 beschleunigte sich der Abwärtstrend deutlich. Nach wochenlangem schrittweisen Rückgang seit dem Frühjahr fielen die Werte plötzlich stärker ab, analysiert das "Insitute for the Study of War" (ISW) die Ergebnisse. Der Rückgang reiht sich in einen bereits länger anhaltenden Negativtrend ein. Sowohl staatliche als auch unabhängige Umfrageinstitute in Russland verzeichnen seit März 2026 kontinuierlich sinkende Werte für Putin.
Ist die Benzinkrise der Auslöser für Putins Umfrage-Absturz?
Hierbei wird eine Sache deutlich: Ausgerechnet ein staatliches Meinungsforschungsinstitut räumt die wachsende Unzufriedenheit in der russischen Bevölkerung öffentlich ein. Diese könnte im Zusammenhang mit den sich verschärfenden Benzinengpässen im Land stehen. Die Kraftstoffknappheit belastet zunehmend den Alltag der Menschen in verschiedenen Regionen Russlands. Die verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe, die neben Militärobjekten auch auf Rüstungsbetriebe und strategisch wichtige Anlagen der Ölindustrie zielen, verschärfen die Lage. Wegen der ständigen Attacken ist in Russland die Verarbeitung von Öl deutlich gesunken. In praktisch allen russischen Regionen mangelt es an Treibstoff.
Weitere News rund um den Ukraine-Krieg auf einen Blick:
- Russen-Soldaten stecken Panzer mit Ukraine-Drohne in Brand
- "Sein Gehirn ist Suppe" - er verwechselt Selenskyj mit Putin
- Ukrainischer Bomben-Angriff pulverisiert russische Drohnenwerkstatt
- Berichte über Massenevakuierung - Experte warnt Putin vor Schwierigkeiten
bos/news.de/dpa/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.