Irak-Einsatz: Bundeswehr räumt Feldlager im nordirakischen Erbil
Ende September endet der multinationale Irak-Einsatz OIR. Deutschland räumt das Militärcamp, bietet dem Land aber Militärberater der Bundeswehr an.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Bundeswehr räumt das mehrfach zum Ziel von Angriffen gewordene Feldlager im nordirakischen Erbil. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin bestätigte einen Bericht des "Spiegel", wonach der Bundestag darüber informiert wurde.
Sie sagte, die Bundeswehr wolle den "Fußabdruck verringern", also den Umfang der Präsenz verkleinern. Weiterhin werde es einen deutschen Beitrag zur Ausbildung kurdischer Peschmerga - den regionalen Sicherheitskräften - geben.
"Dazu wird auch ein Team aus Militärberatern bei der Botschaft verbleiben", sagte die Sprecherin. Zur Zahl der Soldaten die derzeit oder auch künftig in Erbil bleiben sollten, machte sie mit Hinweis auf Sicherheitsgründe keine Angaben.
Internationale militärische Hilfe wird anders aufgestellt
Die im Nordirak eingesetzten Soldaten sind der deutsche Beitrag für die internationale "Operationen Inherent Resolve". Diese endet im September auf Beschluss der Irakis. Die Militärberater könnten Teil einer möglichen neuen Ertüchtigungsinitiative sein.
Der "Spiegel" berichtete, der Abzug sei den Bundestagsabgeordneten gegenüber damit begründet worden, dass sich die USA aus dem multinationalen Camp in Erbil zurückziehen und dann keinen Schutz mehr für das deutsche Feldlager stellen, zum Beispiel durch die US-Flugabwehrsysteme.
Nach dpa-Informationen war der deutsche Teil des Camps wegen der Bedrohungslage zuletzt zeitweise geräumt gewesen, wurde zuletzt aber wieder genutzt. Das Verteidigungsministerium informierte am Morgen über die Pläne für Erbil. Am Freitag sollte es dazu noch eine Sondersitzung des Auswärtigen Ausschusses geben.
Das Feldlager am Rande des Flughafens von Erbil ist seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran im Frühjahr immer wieder Ziel von iranischen Vergeltungsschlägen mit Raketen- und Drohnen gewesen, die sich aber nicht gezielt gegen die Bundeswehr richteten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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