Donald Trump wieder gescheitert: "Sieht aus wie Urin!" US-Präsident vergeigt weiteres Prestige-Projekt

Wann immer sich Donald Trump ein Renovierungsprojekt vornimmt, geht der Schuss nach hinten los - nun hat der US-Präsident einen Springbrunnen in Washington verschlimmbessert und sich abermals Spott und Hohn eingehandelt.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Mit seiner 16 Millionen Dollar teuren Wasserspiel-Renovierung im Meridian Hill Park in Washington hat sich Donald Trump neuen Spott eingehandelt. (Foto) Suche
Mit seiner 16 Millionen Dollar teuren Wasserspiel-Renovierung im Meridian Hill Park in Washington hat sich Donald Trump neuen Spott eingehandelt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump blamiert sich mit Renovierung von Springbrunnen in Washington
  • Meridian Hill Park Cascading Fountain von braunem Brackwasser verunstaltet
  • Hohn und Spott für Donald Trump nach missglückter Wasserfallbrunnen-Sanierung

Mit Renovierungsprojekten ist es so eine Sache: Während der Planungsphase mag noch alles perfekt und kinderleicht aussehen, doch sobald es an die praktische Umsetzung geht, folgt oft ein Malheur dem anderen und das Endprodukt gleicht eher einem Jammerbild denn einer handwerklichen Meisterleistung. Falls auch Sie schon mal beim Tapezieren oder Malern gepatzt haben, grämen Sie sich nicht - schauen Sie sich einfach an, wie Donald Trump immer wieder bei Sanierungen danebengreift und schwupps sind die eigenen DIY-Unzulänglichkeiten wie weggefegt.

Donald Trump im Verschönerungswahn: Keine Sehenswürdigkeit ist vor "The Don" sicher

Bekanntlich hat der US-Präsident ein Faible dafür, jedes beliebige Bauwerk in seinem Umfeld zwanghaft nach seinen persönlichen Vorstellungen sanieren zu lassen - und springt dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ins Fettnäpfchen. Zuletzt blamierte sich Donald Trump beispielsweise bis auf die Knochen, als der Lincoln Memorial Reflecting Pool in der US-Hauptstadt Washington, D.C., aufgehübscht werden sollte. Mehr als 16 Millionen US-Dollar später erstrahlte das Wasserbecken jedoch nicht in dem von Donald Trump gewünschten Blauton, sondern wurde binnen weniger Stunden von grün-schlierigen Algen überwuchert, bevor sich zu allem Übel auch die Folienbeschichten im Pool ablöste. Für Donald Trump kam dafür nur eine Begründung in Frage: Das war kein Pfusch am Bau, sondern Vandalismus!

US-Präsident will Meridian Hill Park Cascading Fountain verschönern und scheitert eklatant

In der festen Überzeugung, bei der Sanierung alles richtig gemacht zu haben, widmete sich der US-Präsident sogleich einem weiteren Projekt: Der Wasserfall-Brunnen im Meridian Hill Park (auch als Malcolm X Park bekannt) sollte auf Vordermann gebracht werden, um zum 250. Geburtstag der USA in neuem Glanz zu erstrahlen. Doch es kam, wie es kommen musste: Das malerische Wasserspiel, im Jahr 1936 von John Joseph Earley entworfen, sieht nach der Generalüberholung zum Fürchten aus. Statt kristallklarem Wasser plätschert seit der Renovierung nämlich nur tiefbraunes Brackwasser durch den Kaskadenbrunnen, das optisch an ein Toilettenbecken erinnert und Besuchende vor Ekel die Flucht ergreifen lässt.

Die 16 Millionen Dollar teure Sanierung hatte das ikonische Wasserspiel mit seinen 13 Becken erstmals seit 2019 wieder zum Sprudeln gebracht. Erst Anfang Juli feierte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gemeinsam mit Nationalgardisten an genau diesem Ort die gelungene Restaurierung. Nur sechs Tage später präsentiert sich das Wasser nun trüb, braun gefärbt, undurchsichtig und wenig ästhetisch.

"Sieht aus wie Urin" – Besucher reagieren entsetzt auf verschandelten Kaskadenbrunnen

Die Reaktionen vor Ort fielen deutlich aus. "Das ist ziemlich ekelhaft", erklärte ein regelmäßiger Parkbesucher gegenüber "Newsweek". Ein anderer Besucher berichtete dem Medium, er sei erst am Vortag dagewesen: "Das Wasser war klar. Es war wunderschön. Jetzt ist es braun. Es ist trüb. Es gibt keine Rechenschaftspflicht." Ein Besucher, der anonym bleiben wollte, formulierte es gegenüber dem "Telegraph" noch direkter: "Es sieht ein bisschen aus wie Urin."

Während Anwohner fassungslos auf das verfärbte Wasser starrten, waren Arbeiter im Dauereinsatz, um Trumps Bau-Flop zu retten. Ein Mitarbeiter des Nationalparks berichtete, er habe den gesamten Tag damit verbracht, Sedimente vom Boden der Becken abzusaugen – von oben bis unten. "Alle Anwohner sind ausgeflippt", so der Auftragnehmer.

Donald Trump verhunzt Sanierung von Besuchermagnet - Behörden versprechen schnelle Lösung

Das US-Innenministerium reagierte mit einer technischen Erklärung auf die Verfärbung. Die Ursache liege in Sedimenten, die beim Wiederanschluss zweier lange stillgelegter Wasserleitungen freigesetzt worden seien. "Der National Park Service arbeitet weiterhin an der Feinabstimmung des Brunnenbetriebs nach der Wiedereröffnung im Mai", teilte ein Sprecher mit.

Laut einem Fotografen aus Washington hatte der Parkdienst zwei obere Brunnen getestet, die nicht Teil des ursprünglichen Sanierungsvertrags waren. Als diese aktiviert wurden, flossen angesammelter Schmutz und Rost aus den alten Leitungen in die darunterliegende Kaskade. Die Behörde zeigte sich optimistisch: Innerhalb von 24 bis 36 Stunden werde das Wasser wieder klar fließen. Ob dieses Versprechen hält, bleibt abzuwarten.

Donald Trump verpulvert Millionen für missglückte Sanierungen - Spott und Hohn bleiben nicht aus

Die Kosten für Trumps Verschönerungsoffensive sind beträchtlich: Laut "New York Times" flossen knapp 60 Millionen Dollar aus Eintrittsgeldern der Nationalparks in die Sanierung von neun Brunnen in der Hauptstadt. Das Weiße Haus hatte die Projekte als Beweis dafür gepriesen, dass Bewohner und Besucher erstmals seit Jahrzehnten funktionierende Brunnen erleben könnten – "alles dank Präsident Donald J. Trump".

Die Meinungen der Besucher gehen auseinander. Der Washingtoner Filmemacher David Holman bezeichnete die Bemühungen gegenüber dem "Telegraph" als "ziemlich hohle Inszenierung" und "gute Metapher für viele Aktionen dieser Regierung". Trump kümmere sich mehr um Optik und sein Vermächtnis als die meisten Präsidenten. Andere zeigten sich nachsichtiger: "Ich bin froh, dass es überhaupt für uns geöffnet ist", sagte eine Besucherin. Eine Kalifornierin erklärte, sie sei extra angereist, um Trumps Arbeit zu sehen.

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