Brisantes Geschenk an Merz: Erdogan überrascht Bundeskanzler mit scharfer Waffe

Ein Gastgeschenk, das selbst erfahrene Diplomaten sprachlos machte: Beim Nato-Gipfel überraschte Erdogan seine Amtskollegen mit Revolvern. Friedrich Merz nahm die Waffe zwar entgegen, nahm sie aber nicht mit nach Deutschland.

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Bundeskanzler Friedrich Merz gibt Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, die Hand beim Nato-Gipfel. (Foto) Suche
Bundeskanzler Friedrich Merz gibt Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, die Hand beim Nato-Gipfel. Bild: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa/dpa
  • Recep Tayyip Erdogan verschenkte beim Nato-Gipfel gravierte Revolver samt Munition an Staats- und Regierungschefs.
  • Friedrich Merz ließ seine Waffe in Ankara und übergab sie der deutschen Botschaft.
  • Auch Großbritanniens Premier Keir Starmer verzichtete wegen strenger Waffengesetze auf die Mitnahme.

Beim Nato-Gipfel in Ankara sorgte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan für eine handfeste Überraschung: Statt der üblichen Gastgeschenke wie Kunsthandwerk oder kulinarische Spezialitäten überreichte er den versammelten Staats- und Regierungschefs funktionsfähige Revolver. Jede Waffe trug den eingravierten Namen des jeweiligen Empfängers – dazu gab es eine Schachtel Munition.

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Recep Erdogan schenkt Friedrich Merz einen Revolver mit Gravur

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz gehörte zu den Beschenkten. Das ungewöhnliche Präsent kam mit einer Ausfuhrgenehmigung des türkischen Präsidenten. Das türkische Präsidialamt wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht zu den verschenkten Waffen äußern.

Der Bundeskanzler nahm das brisante Geschenk nicht mit nach Berlin. Stattdessen übergab Merz die Waffe an die deutsche Botschaft in Ankara. "Der Revolver wurde der Botschaft übergeben, damit er ordnungsgemäß eingeführt und dann in der Sammlung offizieller Geschenke inventarisiert werden kann", erklärte ein Regierungssprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Welches Revolvermodell Erdogan genau ausgewählt hatte, ist bislang nicht bekannt. Die Sammlung offizieller Geschenke umfasst Präsente, die Regierungsmitglieder bei Staatsbesuchen und internationalen Treffen erhalten – ein scharfer Revolver dürfte dort allerdings zu den außergewöhnlicheren Stücken zählen.

Auch Starmer verzichtete auf sein Geschenk

Der britische Premierminister Keir Starmer plauderte auf dem Rückflug nach London über die ungewöhnlichen Präsente. Wie der "Guardian" und die Nachrichtenagentur Press Association berichteten, erzählte er Reportern von den personalisierten Waffen. Seinen eigenen Revolver ließ auch Starmer in der Türkei zurück – die strengen britischen Waffengesetze hätten eine Einfuhr nicht erlaubt. Die Waffe soll nun zunächst entschärft werden. Erdogans beigefügte Ausfuhrgenehmigung änderte daran nichts: Für die Einreise nach Großbritannien gelten die dortigen Vorschriften, unabhängig von türkischen Exportfreigaben.

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/gom/news.de/dpa/stg

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