Spitzentreffen in Ankara: Nato-Staaten kündigen milliardenschwere Rüstungsdeals an
Die Nato-Staaten rechnen nicht damit, dass sich die Bedrohung durch Russland bald erledigt haben wird. Ein Industriezweig kann sich darüber freuen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die Nato-Staaten haben bei ihrem Gipfeltreffen in Ankara neue Rüstungsverträge im Umfang von "mehr als 50 Milliarden US-Dollar" (mehr als 43 Mrd. Euro) angekündigt. Im Text der Abschlusserklärung heißt es zudem, man verpflichte sich dazu, die gemeinsamen Produktionskapazitäten auszubauen und mit der Industrie zusammenzuarbeiten, um Innovationen zu beschleunigen.
Die Investitionen sollen dem Text zufolge insbesondere dazu beitragen, der langfristigen Bedrohung entgegenzutreten, die Russland für die euroatlantische Sicherheit und Stabilität darstelle. "Unsere Investitionen liefern die Fähigkeiten, die wir benötigen, und stärken zugleich unsere industrielle Basis und unsere Resilienz", heißt es. Zudem wolle man auch weiter daran arbeiten, die Handelshemmnisse im Verteidigungsbereich zwischen den Verbündeten abzubauen, um die Zusammenarbeit zu maximieren.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuvor zum Auftakt des Gipfels zu einer "Revolution" in der transatlantischen Verteidigungsindustrie aufgerufen, um Bedrohungen durch Länder wie Russland entgegenzutreten. "Das Summen der Maschinen muss zu einem Dröhnen werden", sagte der Niederländer bei einem Verteidigungsindustrieforum. Das klinge dramatisch, sei aber machbar.
Welche Rüstungsprojekte für den Betrag von mehr als 50 Milliarden Dollar angerechnet wurden, teilte die Nato zunächst nicht mit. Beim Gipfel war unter anderem angekündigt worden, dass Alliierte bei der Erneuerung ihrer in Deutschland stationierten Flotte von Awacs-Aufklärungsflugzeugen einen Vertrag für den Kauf von Bombardier-Maschinen mit dem Aufklärungs- und Frühwarnsystem GlobalEye des schwedischen Rüstungskonzerns Saab schließen wollen. Zudem wurden Milliardeninvestitionen in die Drohnenabwehr in Aussicht gestellt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Berlin: Berliner SPD-Spitzenkandidat kritisiert Elterngeldpläne der Regierung
- Bundestag: Keine Mehrheit für Verschieben des Gesundheits-Sparpakets
- Markus Söder: "Schade, dass sie nicht mitgeflogen sind" - CSU-Chef für Weltraum-News verspottet
- Donald Trump und Robert Kraft: US-Präsident hilft Kumpel mit Geheimtelefonat aus der Patsche
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.