Wladimir Putin: Kreml-Flieger nehmen Kurs auf Flugzeugträger während Nato-Operation

Russische Militärmaschinen näherten sich wiederholt einem britischen Flugzeugträger vor Norwegen und warfen dabei massenhaft Bojen zur U-Boot-Ortung ab. London ließ eigene Jets aufsteigen, um die Putin-Flieger abzufangen.

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Wladimir Putins Jets wurden im britischen Luftraum abgefangen. (Foto) Suche
Wladimir Putins Jets wurden im britischen Luftraum abgefangen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Alexei Nikolsky
  • Putin-Flieger nähern sich britischem Flugzeugträger
  • Russen-Besatzung wirft Sonobojen neben Flugzeugträger ab
  • Nato-Mission im Polarkreis

Britische Streitkräfte haben in der vergangenen Woche zwei russische Seepatrouillenflugzeuge vom Typ Bear-F über der Norwegischen See abgefangen. Das teilte das Verteidigungsministerium in London jetzt mit, wie "Politico" berichtet. Der Zwischenfall ereignete sich während einer Nato-Operation im Bereich des Polarkreises. Bereits zuletzt hatten Wladimir Putins Flieger Alarm bei den Nato-Streitkräften ausgelöst.

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Putin-Flieger nähern sich britischem Flugzeugträger

Großbritannien hatte seinen Flugzeugträger HMS Prince of Wales zur Unterstützung der Bündnispartner in die arktische Region entsandt. Bei der Mission kam es zu dem Aufeinandertreffen mit den russischen Militärmaschinen, die sich dem britischen Trägerverband mehrfach annäherten.

Die russischen Militärmaschinen flogen nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wiederholt in Richtung des Trägerverbands um die HMS Prince of Wales. London bezeichnete das Verhalten der russischen Piloten als "unsicher und unprofessionell". Der Zwischenfall verdeutlicht die Spannungen in der sensiblen Arktisregion.

Die britischen Streitkräfte reagierten auf die wiederholten Annäherungsversuche mit der Entsendung eigener Abfangjäger. Die russischen Bear-F-Maschinen sind spezialisierte Seepatrouillenflugzeuge, die üblicherweise zur Überwachung und Aufklärung über maritimen Gebieten eingesetzt werden. Durch das Verhalten der russischen Piloten sahen die britischen Militärs die Sicherheit des Trägerverbands als gefährdet an.

Russen-Besatzung wirft Sonobojen neben Flugzeugträger ab

Während der wiederholten Annäherung warfen die russischen Besatzungen eine große Anzahl von Sonobojen in der Nähe des britischen Flugzeugträgers ab. Das Verteidigungsministerium in London registrierte den massiven Einsatz dieser Ortungsgeräte nahe der HMS Prince of Wales. Die Aktion deutet auf ein gezieltes Interesse an möglichen U-Boot-Aktivitäten in dem Seegebiet hin.

Sonobojen fungieren als Unterwasser-Mikrofone und werden zur Lokalisierung sowie Verfolgung von U-Booten eingesetzt. Die Geräte werden aus Flugzeugen abgeworfen und übertragen akustische Signale aus den Meerestiefen. Mit ihrer Hilfe können Seepatrouillenflugzeuge feststellen, ob sich U-Boote in einem bestimmten Gebiet aufhalten. Der massive Abwurf durch die russischen Maschinen zeigt das militärische Interesse an der U-Boot-Situation rund um den NATO-Verband.

Nato-Mission im Polarkreis

Die Verlegung des britischen Flugzeugträgers HMS Prince of Wales in die Arktisregion erfolgte zur Unterstützung der Nato-Verbündeten. Die Operation unterstreicht die strategische Bedeutung der arktischen Gewässer für das westliche Verteidigungsbündnis.

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