Ukraine-Krieg aktuell: Kremlsprecher erklärt Putin-Kehrtwende nach massiven Rückschlägen
Mehr als vier Jahre lang drohten Russen Gefängnisstrafen, wenn sie den Ukraine-Konflikt als Krieg bezeichneten. Nun erklärt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow eine sprachliche Putin-Kehrtwende: Es herrsche ein echter Krieg. Die Schuld trage der Westen.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Putin-Sprecher erklärt Kreml-Kehrtwende im Ukraine-Krieg
- Dmitri Peskow: Putin-Vertrauter gibt Westen die Schuld am "Krieg"
- Wladimir Putin kann Rückschläge im Ukraine-Krieg nicht mehr verbergen
Seit Beginn der russischen Invasion vermied der Kreml über vier Jahre lang konsequent die Bezeichnung "Krieg" für den Ukraine-Konflikt. Stattdessen sprach die Moskauer Führung rund um Wladimir Putin ausschließlich von einer "Militärischen Spezialoperation". Wenn das K-Wort überhaupt fiel, bezog es sich lediglich auf die angebliche Auseinandersetzung mit dem gesamten Westen.
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Putin-Sprecher erklärt Kreml-Kehrtwende im Ukraine-Krieg
Innerhalb Russlands drohten Bürgern sogar Gefängnisstrafen, wenn sie den Begriff "Krieg" im Zusammenhang mit der Ukraine verwendeten. Die Wortwahl war gesetzlich reglementiert. Nun vollzieht Kreml-Sprecher Dmitri Peskow eine bemerkenswerte Kehrtwende. In einem Interview mit Pavel Zarubin vom staatlichen Nachrichtendienst Vesti wählte Wladimir Putins offizieller Sprecher eine völlig neue Rhetorik: "Es herrscht Krieg - ein echter Krieg", erklärte der 58-Jährige. Die jahrelang aufrechterhaltene Sprachregelung wurde damit offiziell aufgegeben.
Dmitri Peskow: Putin-Vertrauter gibt Westen die Schuld am "Krieg"
Für die Änderung der Terminologie machte Peskow westliche Hauptstädte verantwortlich. Die anfängliche Spezialoperation habe sich zum Krieg entwickelt, weil Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und Washington Kiew unterstützen würden, erklärte der Kreml-Sprecher. Die Nennung dieser Städte markiert dabei eine deutliche Schuldzuweisung an die internationale Gemeinschaft.
Besonders konkret wurde Peskow bei der Beschreibung der westlichen Hilfe. Die genannten Länder würden der Ukraine ermöglichen, durch ihre Satellitensysteme Angriffsziele zu identifizieren, führte er aus. Zudem würde die gesamte westliche Infrastruktur dazu genutzt, ausländische Waffen präzise auf russische Ziele zu lenken.
Wladimir Putin kann Rückschläge im Ukraine-Krieg nicht mehr verbergen
Die ukrainischen Streitkräfte intensivieren derweil ihre Attacken auf die russische Energieinfrastruktur und fügen der Kriegswirtschaft des Kremls^ erheblichen Schaden zu. Mit Langstreckendrohnen voller Sprengstoff zielen sie gezielt auf Öl- und Gasanlagen ab. Die Folgen erreichen mittlerweile den Alltag der russischen Zivilbevölkerung.
- Landesweit herrscht an zahlreichen Tankstellen akuter Kraftstoffmangel. Autofahrer müssen sich in kilometerlangen Warteschlangen gedulden. Parallel dazu häufen sich Unterbrechungen der Stromversorgung in verschiedenen Regionen.
- Besonders schwer betroffen zeigt sich die seit 2014 widerrechtlich annektierte Krim-Halbinsel. Dort verursachen intensive Schläge gegen militärische Einrichtungen, Ölraffinerien und Brückenverbindungen massive Beeinträchtigungen.
- Auch die Versorgungslinien zur Donbass-Front stehen praktisch ununterbrochen unter Beschuss.
Diese Entwicklungen machen es dem Kreml unmöglich, das Kriegsgeschehen weiterhin vor der eigenen Bevölkerung zu verschleiern. Die realen Auswirkungen sind nicht mehr zu ignorieren.
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rut/news.de/stg
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