Donald Trump: 5,8 Millionen Dollar-Knall - Gericht erteilt Trump Mega-Abfuhr

Donald Trump erleidet die nächste Schlappe vor Gericht. Über fünf Millionen Dollar muss der US-Präsident berappen. Eine Verzögerungstaktik seiner Anwälte blieb damit erfolglos. Die Hintergründe.

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Donald Trump erleidet Niederlage vor Gericht: Im Prozess mit E. Jean Carroll wird sein Antrag auf Verzögerung des Prozesses abgelehnt. (Foto) Suche
Donald Trump erleidet Niederlage vor Gericht: Im Prozess mit E. Jean Carroll wird sein Antrag auf Verzögerung des Prozesses abgelehnt. Bild: dpa/AP/Alex Brandon
  • Richter weist Trumps Verzögerungsversuch deutlich zurück
  • 5,8 Millionen Dollar müssen bis Dienstag gezahlt werden
  • Neuer Anwalt überzeugt Gericht mit Frist-Antrag nicht
  • Carroll-Verfahren holt den US-Präsidenten erneut ein

Im Rechtsstreit zwischen der Autorin E. Jean Carroll und Präsident Donald Trump hat der zuständige Bundesrichter Lewis Kaplan am Samstag einen weiteren Verzögerungsversuch des Präsidenten abgeschmettert. Das New Yorker Gericht wies Trumps Antrag auf eine Fristverlängerung zurück und ordnete an, dass die geschuldeten 5,8 Millionen Dollar bis Dienstag gezahlt werden müssen. Dabei haben Trumps Anwälte doch alles gegeben, um genau dies zu verhindern. Aber was genau war eigentlich passiert?

Alter Gerichtsfall kostet Donald Trump über fünf Millionen Dollar

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag argumentiert, sein neuer Rechtsbeistand benötige zusätzliche Zeit, um sich in den Fall einzuarbeiten. Der Richter ließ diese Begründung jedoch nicht gelten. Die Entscheidung fällt nur wenige Tage, nachdem der Supreme Court Trumps Berufung in dem Fall abgelehnt hatte.

Durchschaubares Manöver - so wollte Trump sich zunächst aus der Affäre ziehen

Trumps neuer Anwalt Josh Halpern sollte nach Darstellung des Präsidenten mehr Zeit bekommen, um sich mit den Akten vertraut zu machen. Carrolls Rechtsvertreterin Roberta Kaplan reagierte umgehend mit einer scharfen Zurückweisung.

"Die Behauptung des Beklagten, er könne nicht innerhalb der vom Gericht angeordneten Frist antworten, scheint kaum mehr als ein weiteres Spiel auf Zeit zu sein", schrieb die Anwältin in ihrer Erwiderung. Man könne nur annehmen, dass Trump versuche, Zeit zu gewinnen, um "eine neue Grundlage zu erfinden, die Zahlung an die Klägerin hinauszuzögern", berichtet unter anderem "Rawstory" über den Prozess. Das Gericht schloss sich dieser Einschätzung offenbar an.

Sexueller Übergriff in Kaufhaus-Umkleide

Der Fall reicht bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück. Eine Geschworenen-Jury befand Trump im Jahr 2023 für haftbar, Carroll in der Umkleidekabine eines New Yorker Kaufhauses sexuell missbraucht zu haben. Zusätzlich stellten die Geschworenen fest, dass der damalige Ex-Präsident Carroll verleumdet hatte, als er die Vorwürfe öffentlich bestritt.

Das ursprüngliche Urteil belief sich auf fünf Millionen Dollar Schadensersatz. Trump versuchte anschließend, das Urteil anzufechten und legte Berufung ein. Der Supreme Court wies diesen Einspruch jedoch erst vor wenigen Tagen ab – womit der Rechtsweg für Trump praktisch ausgeschöpft ist.

Fünf Monate Vorwarnzeit ignoriert

Die Argumentation des Präsidenten weist nach Einschätzung von Beobachtern erhebliche Schwachstellen auf. Roger Parloff, leitender Redakteur beim Rechtsportal "Lawfare", machte auf einen entscheidenden Punkt aufmerksam: Trump habe bereits seit fünf Monaten gewusst, dass sein bisheriger Hauptanwalt den Fall verlassen würde.

Zudem sei von Beginn an ein weiterer Anwalt als Co-Counsel in das Verfahren eingebunden gewesen – dieser hätte die Vertretung nahtlos übernehmen können. Der Bundesrichter in New York teilte diese Sichtweise offensichtlich und ließ Trumps Einwände nicht gelten.

Die Klägerin, Autorin E. Jean Carroll sprach in jüngster Vergangenheit ziemlich offen über den damaligen Prozess. Trump habe vor Gericht alles andere als einen souveränen Eindruck gemacht. Nun geht der Rechtsstreit in die zweite Runde.

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