Donald Trump: Trump blamiert sich mit Besucherzahlen - Videos entlarven leere Reihen
Donald Trump spricht von Hunderttausenden Besuchern und einem triumphalen Abend zum US-Jubiläum. Doch Videoaufnahmen zeigen viele leere Plätze – und heizen die Debatte um die tatsächliche Größe der Menschenmenge erneut an.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
Suche
- Trump blamiert sich mit Besucherzahlen bei 250-Jahr-Show in Washington
- Videos zeigen zahlreiche freie Plätze bei Trumps Rede in Washington
- Donald Trump spricht von bis zu 422.000 Besuchern – Kritiker bezweifeln diese Zahlen
- Die Debatte um Trumps Angaben zu Menschenmengen flammt erneut auf
Der 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten sollte ein triumphaler Moment für Präsident Donald Trump werden – doch Videoaufnahmen von seiner Rede am 4. Juli erzählen eine andere Geschichte. Die Bilder zeigen deutlich sichtbare Lücken im Publikum und zahlreiche unbesetzte Plätze auf der National Mall in Washington.
Weitere Nachrichten zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.
Donald Trump blamiert: Videos zeigen leere Ränge bei 250-Jahr-Show in Washington
Rund drei Stunden vor dem geplanten Redebeginn mussten Tausende Besucher wegen herannahender Gewitter das Gelände verlassen. Als die Veranstaltung schließlich fortgesetzt wurde, gestaltete sich der Wiedereintritt laut "The Daily Beast" chaotisch – viele Zuschauer steckten längere Zeit vor den Absperrungen fest. Trumps Ansprache begann letztlich mit anderthalb Stunden Verspätung um 23:15 Uhr. Dabei erklärte Trump sichtlich stolz: "Sie schätzten, dass wir hier 375.000 Menschen hatten, bevor alle gehen mussten, und jetzt haben wir 150.000 Menschen. Es ist das Verrückteste, was irgendjemand je gesehen hat."
Trump kontert mit eigenen Zahlen
Einen Tag nach den Aufnahmen ging der 80-jährige Präsident noch einen Schritt weiter. Auf Truth Social behauptete er, um 19:05 Uhr hätten sich 422.000 Menschen versammelt, bevor das Unwetter alle zum Gehen zwang. Damit läge die Besucherzahl allerdings immer noch unter den rund 500.000 Menschen, die laut "New York Times" allein zur Parade beim 200-jährigen Jubiläum 1976 kamen.
Trump erklärte zudem, er habe die Absage der Veranstaltung persönlich rückgängig gemacht. "Unglaubliche 150.000 Menschen kehrten zurück, und es wurde ein noch spektakulärerer Abend als ursprünglich geplant", schrieb er. Den Secret Service lobte er dafür, so viele Besucher schnell wieder eingelassen zu haben.
Kritiker widersprechen Trumps Darstellung
Nicht alle teilen die optimistische Einschätzung des Präsidenten. Die demokratische Strategin Leslie Marshall kommentierte auf X einen Videoclip der Rede mit den Worten, das Maximum vor der Evakuierung habe bei geschätzten 150.000 gelegen – "also sind es jetzt weit weniger".
Noch deutlicher wurde Ben Meiselas vom Medienkanal MeidasClips. Er bezeichnete die Besucherzahl bei Trumps Ansprache zum Unabhängigkeitstag als "eine sehr, sehr, sehr kleine Menge". Die Aufnahmen der spärlich besetzten Ränge verbreiteten sich rasch in den sozialen Netzwerken.Maximum before they left was estimated at 150k so there’s far less now https://t.co/1X9h3CQfTr
— Leslie Marshall (@LeslieMarshall) July 5, 2026
"A very, very, very tiny crowd indeed."
— MeidasClips (@MeidasClips) July 5, 2026
Ben Meiselas on the embarrassingly dismal turnout for Donald Trump's July 4th speech. pic.twitter.com/uVwLY58GZ3
Streit um Zuschauerzahlen begleitet Trump seit Jahren
Die Kontroverse um Besucherzahlen ist für den Präsidenten kein Neuland. Erst im vergangenen Monat hatte Trump nach seiner Eröffnungsrede bei der Great American State Fair behauptet, die Veranstaltung sei mit 45.000 Menschen "bis zum Rand gefüllt" gewesen – obwohl Bilder eine deutlich geringere Beteiligung zeigten und zahlreiche Zuschauer während seiner Ansprache den Saal verließen.Ausgerechnet Trumps Pressesprecherin, Karoline Leavitt, lieferte unfreiwillig den Beweis für das magere Interesse an Trumps Jubiläumsfest.
Laut "CNN" war Trump nach seiner Rede bei der State Fair "wütend" über die schwache Resonanz, nachdem er Luftaufnahmen mit großen Lücken im Publikum gesehen hatte. Mitarbeiter des Weißen Hauses wurden demnach unmissverständlich angewiesen, bereits geteilte Bilder der Veranstaltung aus ihren Social-Media-Accounts zu entfernen.
Weitere Trump-News finden Sie hier:
- Peinlicher Telefon-Moment - Trumps Windrad-These sorgt für Spott
- Trump-Biograf packt aus - neue Attacke gegen Melania
- Trump-Sohn entsetzt mit seinem Waffen-Plan
- Trump schwankt zum Helikopter - neues Video sorgt für Aufsehen
- Peinlicher Patzer - Trump verwechselt TV-Sender bei Rede
sba/gom/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.