Donald Trump Jr.: Trump-Sohn entsetzt mit neuem Waffen-Plan

Ein Milliardenmarkt, ein politisch heikler Gesetzesplan – und mittendrin der Sohn des US-Präsidenten: Donald Trump Jr. steht wegen seiner Beteiligung am Online-Waffenhändler GrabAGun im Zentrum einer brisanten Debatte, die in Washington für Zündstoff sorgt.

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Donald Trump Jr. steht wegen seiner Beteiligung am Online-Waffenhändler GrabAGun im Zentrum einer brisanten Debatte, die in Washington für Zündstoff sorgt. (Foto) Suche
Donald Trump Jr. steht wegen seiner Beteiligung am Online-Waffenhändler GrabAGun im Zentrum einer brisanten Debatte, die in Washington für Zündstoff sorgt. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | James Manning
  • Donald Trump Jr. im Zentrum eines brisanten Waffen-Deals
  • Geplante Gesetzesänderungen könnten erstmals den Direktversand von Schusswaffen per Internet in den USA ermöglichen
  • Ethik-Experten warnen vor einem massiven Interessenkonflikt rund um die Trump-Familie

Der älteste Sohn des US-Präsidenten, der erst kürzlich von seinem Vater öffentlich bloßgestellt wurde, könnte von einer geplanten Lockerung der Waffengesetze erheblich profitieren. Donald Trump Jr. hält einen Anteil von 1,1 Prozent am Online-Waffenhändler GrabAGun – einem Unternehmen, das sich selbst als "Amazon der Waffen" bezeichnet und den Markt für Schusswaffenverkäufe im Internet dominieren will.

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Die Trump-Administration arbeitet derzeit an Regeländerungen, die erstmals den kompletten Verkauf von Schusswaffen über das Internet ermöglichen würden. Handfeuerwaffen könnten dann direkt an die Haustür der Käufer geliefert werden, wie die "Washington Post" berichtet. Ethik-Experten haben diese Konstellation bereits als potenziellen Interessenkonflikt ins Visier genommen.

Trump-Sohn hält Beteiligung an Waffen-Onlinehändler GrabAGun

GrabAGun wagte im Juli 2025 den Sprung aufs Parkett der New Yorker Börse. Bei diesem Ereignis war Trump Jr. persönlich zugegen und half dabei, die Eröffnungsglocke zu läuten. Fotos von diesem Tag zeigen ihn, wie er den Moment mit einer Geste feierte, die das Halten einer Pistole imitierte.

Das Unternehmen verfolgt ambitionierte Ziele: Es will sich als führender Anbieter im Online-Waffenhandel etablieren. Derzeit kann GrabAGun zwar Munition und bestimmtes Zubehör vollständig über das Internet vertreiben. Der Verkauf von Schusswaffen selbst ist jedoch an Zwischenhändler gebunden, da bundesweite Vorschriften eine persönliche Überprüfung durch lizenzierte Händler vorschreiben.

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Die aktuellen Bundesvorschriften in den USA verlangen, dass lizenzierte Waffenhändler bei jedem Verkauf eine persönliche Hintergrundüberprüfung des Käufers durchführen. Dieser Zwischenschritt macht den reinen Online-Handel mit Schusswaffen bislang unmöglich.

Die Trump-Administration hat nun Änderungen dieser Regulierung vorgeschlagen, die den Markt grundlegend umkrempeln würden. Erstmals sollen Waffenverkäufe komplett digital abgewickelt werden können – inklusive Direktlieferung per Post an den Käufer. Für GrabAGun und damit auch für den Präsidentensohn würde sich damit ein enormes Geschäftspotenzial eröffnen, das bisher durch die gesetzlichen Hürden blockiert war.

Ethik-Wächter schlagen Alarm

Die Verflechtung zwischen den geschäftlichen Interessen des Präsidentensohns und den regulatorischen Plänen der Regierung hat Ethik-Experten auf den Plan gerufen. Sie sehen in dieser Konstellation einen möglichen Interessenkonflikt, der genauer untersucht werden müsse.

Der Fall reiht sich ein in eine breitere Debatte über die finanziellen Aktivitäten der Trump-Familie. Ein kürzlich veröffentlichter Offenlegungsbericht mit mehr als 900 Seiten dokumentiert, dass die Familie allein durch Kryptowährungsgeschäfte 1,4 Milliarden Dollar eingenommen hat. Die Selbstbereicherung des Präsidentenclans steht damit zunehmend im Fokus öffentlicher Kritik.

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