Donald Trump: "Spitze des Eisbergs" - US-Präsident wegen "verdächtiger" Aktiengeschäfte im Visier
Wollte sich Donald Trump mithilfe seiner Zollpolitik im vergangenen Jahr persönlich bereichern? Hunderte Aktienkäufe des US-Präsidenten werfen Fragen auf. Die ehemalige Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, nennt diese Vorgänge "verdächtig".
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Ehemalige Pressesprecherin des Weißen Hauses kritisiert Donald Trump für "verdächtige" Aktiengeschäfte
- Jen Psaki nennt mutmaßliche Manipulation an der Börse bei MS Now "Spitze des Eisbergs"
- Wollte der US-Präsident von seiner Zollpolitik persönlich profitieren?
Jen Psaki, die ehemalige Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Joe Biden, erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. In ihrer Sendung auf MS Now legte sie am Mittwoch dar, was sie als hochgradig verdächtige Aktiengeschäfte des Präsidenten bezeichnet.
Donald Trump irritiert Moderatorin mit Aktienkäufen nach Zoll-Ankündigung
Im Zentrum steht der sogenannte "Liberation Day" vom 2. April vergangenen Jahres, an dem Trump seine umfassenden Zölle gegen andere Länder verkündete. Eine Ankündigung, die laut Psaki einen "Börsencrash" auslöste. Laut den über 900 Seiten umfassenden Finanzoffenlegungen des Präsidenten tätigte dieser exakt sechs Tage später, am 8. April, insgesamt 327 Aktienkäufe. Die Transaktionen bewegten sich Psaki zufolge in erheblichen Größenordnungen: von rund 15.000 Dollar bis hin zu Beträgen zwischen 100.000 und 250.000 Dollar pro Kauf.
Profitierte der US-Präsident persönlich von seiner Zollpolitik?
Was dann folgte, wirft nach Psakis Darstellung erhebliche Fragen auf. Am Morgen nach seinen Aktienkäufen wandte sich Trump auf Truth Social an seine Anhänger. In Großbuchstaben schrieb er: "Dies ist ein großartiger Zeitpunkt zum Kaufen!" Nur wenige Stunden nach diesem Posting verkündete der Präsident eine Aussetzung der Zölle. Die Reaktion der Märkte war beispiellos: Der darauffolgende Börsenanstieg ging als größter Tagesgewinn in der Geschichte des Bloomberg Billionaires' Index in die Annalen ein.
Die zeitliche Abfolge – erst der Crash durch die Zollankündigung, dann Trumps Käufe während des Tiefstands, gefolgt vom öffentlichen Kaufaufruf und der unmittelbaren Kehrtwende bei den Zöllen – beschreibt Psaki als "verdächtig".
Donald Trump weist Kritik an Aktiengeschäften zurück
Auf die Aktiengeschäfte angesprochen, wies Trump die Kritik zurück. "Ich profitiere, weil der Aktienmarkt steigt, alle profitieren", erklärte der Präsident damals.Für Psaki greift diese Rechtfertigung jedoch viel zu kurz. Die aufgedeckten Transaktionen seien lediglich die "Spitze des Eisbergs", warnte die frühere Sprecherin des Weißen Hauses. Noch weitaus gravierender seien die Gewinne, die Trumps Familie mit kaum regulierten Kryptowährungsgeschäften erziele.
Die Zollpolitik des Präsidenten wurde mittlerweile vom Obersten Gerichtshof gekippt – die Fragen nach möglicher Marktmanipulation bleiben jedoch bestehen.
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