Donald Trump: US-Präsident spaltet seine Anhänger - Trump-Nichte warnt vor MAGA-Kollaps

Die Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump wird von einem Teil seiner Anhängerschaft zunehmend kritisch gesehen. Die Debatte um ein Rahmenabkommen mit Teheran liefert laut seiner Nichte Mary Hinweise darauf, dass die MAGA-Bewegung auseinanderbrechen könnte.

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Sorgt Donald Trump mit seiner Iran-Politik für einen Zusammenbruch der MAGA-Bewegung? (Foto) Suche
Sorgt Donald Trump mit seiner Iran-Politik für einen Zusammenbruch der MAGA-Bewegung? Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump spaltet seine Anhänger mit einem unterzeichneten Iran-Rahmenabkommen
  • Nichte Mary Trump warnt deshalb vor dem Zusammenbruch der MAGA-Bewegung
  • Während eine Fraktion Trumps Kurs bedingungslos unterstützt, spricht eine andere von einer "unmissverständlichen Kapitulation"

Erst drohte Donald Trump dem Iran am vergangenen Wochenende nach weiteren Angriffen erneut mit der vollständigen Vernichtung, kurz darauf kündigte er neue Friedensgespräche mit Teheran in Katar an. Der außenpolitische Zickzackkurs des US-Präsidenten ist auch bei seinen Anhängern extrem umstritten. Droht die MAGA-Bewegung daran auseinanderzubrechen?

Donald Trump: Nichte Mary Trump warnt vor Spaltung der MAGA-Bewegung wegen Iran-Abkommen

Zunehmende Risse in der Bewegung erkennt Mary Trump, Psychologin und Nichte des 80-jährigen Republikaners. Sie hatte ihren berühmten Onkel bereits in der Vergangenheit scharf kritisiert. Laut ihrer aktuellen Analyse auf Substack, über die "Raw Story" berichtet, stiftet Donald Trump momentan insbesondere durch ein Rahmenabkommen Unruhe, das er zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet hat. Während der Präsident selbst dies als großen Erfolg feiert, werten es Kritiker als eine Kapitulation vor den Mullahs.

Das Memorandum of Understanding mit dem iranischen Regime erlaubt Teheran die sofortige Wiederaufnahme von Ölverkäufen und hebt einige Sanktionen auf. Im Gegenzug soll die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, die seit Kriegsbeginn blockiert war.

Iran-Deal ein Erfolg für Donald Trump oder Kapitulation vor Teheran? Anhänger tief gespalten

Das über Jahrzehnte aufgebaute Bild Trumps als furchtloser Verhandler und Meister der Deals breche "unter dem Gewicht der Realität zusammen", heißt es in Mary Trumps Analyse. Je weiter sich die Wirklichkeit vom Mythos entferne, desto schwieriger werde es selbst für seine treuesten Unterstützer, beides miteinander in Einklang zu bringen. Sie spricht von einer "wachsenden Spaltung" innerhalb der MAGA-Bewegung sowie von zwei klar voneinander getrennten Fraktionen: Die erste Gruppe weigere sich anzuerkennen, dass Donald Trump jemals falsch liegen könnte. Für diese Anhänger sei jedes Abkommen, das er unterzeichne, "per Definition ein Erfolg".

Die zweite Fraktion hingegen betrachte die Entwicklung als "unmissverständliche Kapitulation". Diese Kritiker sähen das Ergebnis nach monatelangem Krieg, zweistelligen Milliardenausgaben, weltweiter Instabilität, gestiegenen Energiepreisen und dem unnötigen Verlust von Menschenleben als das, was es ihrer Ansicht nach ist: eine Niederlage. Es handele sich längst nicht mehr um eine bloße Meinungsverschiedenheit über ein einzelnes Abkommen mit dem Iran, betont die Psychologin.

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