Wetter in Sachsen: Kretschmer sieht Handlungsbedarf bei Hitzeschutz
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fordert mehr Schatten und Wasser in Städten. Ein landesweiter Hitzeschutz-Plan ist aus seiner Sicht nicht nötig.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) regt einen besseren Hitzeschutz in den Städten an. "Was wir machen müssen, ist Klimaanpassung. Städte brauchen Schatten, Städte brauchen Wasser, also Orte, wo es kühl ist. Da müssen wir mehr machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Darauf gelte es zeitnah Rücksicht zu nehmen. Eine Idee bestehe darin, die nächste Landesgartenschau unter das Motto "Schwammstadt" zu stellen.
Gesundheitsministerium gibt umfangreiche Hitze-Empfehlungen
Ein Landeshitzeplan für Sachsen ist nach Ansicht von Kretschmer nicht erforderlich. Einige Bundesländer haben einen solchen Plan. Der sächsische Regierungschef verweist auf die umfangreichen Handlungsempfehlungen, die das Gesundheitsministerium 2024 unter dem Motto "Hitze geht uns alle an" formuliert. Es gebe genügend Punkte, sich zu informieren.
In der Bevölkerung und Öffentlichkeit sei bereits viel Umsicht vorhanden. An diesem Wochenende seien wegen der extremen Temperaturen auch in Sachsen Veranstaltungen abgesagt. Er selbst versuche, Hitze möglichst aus dem Weg zu gehen, betonte Kretschmer: "Hitze ist etwas, das ich gar nicht leiden kann."
Forderungen nach einem besseren Hitzeschutz
Forderungen nach einem besseren Hitzeschutz waren angesichts der hohen Temperaturen zuletzt immer wieder aufgetaucht. Die Linken im Sächsischen Landtag hatten schon vor drei Jahren einen Antrag dazu gestellt. Die Regierung sollte unter anderem einen landesweiten Hitzeschutz-Aktionsplan entwickeln, ein Hitzewarnsystem einrichten sowie öffentliche Trinkwasserbrunnen, Kälteräume, Sprühdusch- und Sprühnebelanlagen unbürokratisch fördern.
Fraktionschefin Susanne Schaper hatte 2025 in einer Kleinen Anfrage erfahren, dass zwischen 2018 und 2023 in Sachsen 13 Menschen an den Folgen von Hitze und Sonnenlicht gestorben seien. Fast alle waren älter als 65 Jahre. "Hitze ist gefährlich, vor allem für Ältere, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen, Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder - sowie für Menschen, die im Freien körperlich anstrengende Arbeiten verrichten müssen, in Gemeinschaftsunterkünften leben oder wohnungslos sind", stellte sie klar.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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