Wladimir Putin: "Das ist kein Bluff" - Russen-Kommandeur droht Putin mit Aufstand
Ein russischer Militärkommandeur schockt den Kreml mit einer explosiven Botschaft: Alexander Lunin droht offen mit einem Aufstand und fordert Wladimir Putin zu einem öffentlichen Gespräch auf. Millionen Menschen sahen das Video – jetzt wächst der Druck auf die russische Führung.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin droht Rebellion der eigenen Armee
- Russischer Kommandeur droht Putin mit bewaffnetem Aufstand
- Auf Instagram rechnet Alexander Lunin mit dem Kreml ab
- Kommandeur zeichnet düsteres Bild der Lage an der Front
- Millionen Menschen sahen das Instagram-Video
Ein russischer Militärkommandeur hat Präsident Wladimir Putin in einem aufsehenerregenden Video mit einem bewaffneten Aufstand gedroht. Alexander Lunin wandte sich am Donnerstag direkt an den Kreml-Chef und warnte vor "sehr ernsten Konsequenzen", sollten seine Forderungen ignoriert werden.
Wladimir Putin droht Militär-Rebellion: Russischer Kommandeur droht mit Aufstand
Der 39-jährige zweifache Vater erklärte, er übermittle eine Botschaft im Namen hochrangiger Militärs und Mitglieder der Sicherheitsdienste. Diese verlangten ein Treffen mit Putin im Kreml – vor laufenden Kameras und mit Live-Übertragung. Nur so könne das Land die "Wahrheit" über den Krieg erfahren.
"Wenn ich nicht in naher Zukunft in den Kreml komme und live neben Ihnen spreche, wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten", so Lunin in dem Instagram-Video, das innerhalb weniger Stunden millionenfach aufgerufen wurde.
Vom Bataillonskommandeur zum Kreml-Kritiker:Alexander Lunin stellt sich öffentlich gegen Putin
Lunin führte nach eigenen Angaben bis zum vergangenen Jahr ein russisches Freiwilligenbataillon in den besetzten Gebieten der Ukraine. Dort wurde er offenbar entlassen, nachdem er sich geweigert hatte, bestimmte Befehle auszuführen.
Gegenüber dem unabhängigen Medienportal "Agentstvo" schilderte der Kommandeur, wie Vertreter des Verteidigungsministeriums ihn in seinem Zuhause in der Region Woronesch aufsuchten. Sie forderten ihn auf, den Videoappell an Putin aufzunehmen. Offenbar war den Beamten aufgefallen, dass Lunin seine Social-Media-Kanäle bereits nutzte, um Beschwerden von Soldaten an der Front öffentlich zu machen.
Russen-Kommandeur packt über unmenschliche Zustände an der Front aus
Die Militärvertreter, die Lunin aufsuchten, hätten ihren Unmut über den Kriegsverlauf deutlich gemacht. "Niemand will Blutvergießen. Machen Sie dem Präsidenten einfach klar, dass hier totales Chaos herrschen wird, wenn das so weitergeht", hätten sie ihm aufgetragen.
In seinem Appell zeichnete Lunin ein düsteres Bild der Lage an der Front. "Im Moment sitzen Dutzende, Hunderte, Tausende unserer Soldaten in Gruben, bestraft von ihren Kommandanten", erklärte er laut dem unabhängigen russischen Medium "Meduza". Die Männer würden dort "verrotten, gefoltert und misshandelt von der sogenannten Gestapo" – einzig weil sie sich geweigert hätten, "dumme Selbstmordkommandos" auszuführen.
"Das ist kein Bluff": Lunin sendet unmissverständliche Warnung an den Kreml
In einem weiteren Video auf Telegram bekräftigte Lunin die Ernsthaftigkeit seiner Warnung. Sollte ihm oder seiner Familie etwas zustoßen, wäre dies das "Signal" für den Beginn eines Aufstands.
Der Kommandeur stellte jedoch klar, dass er selbst nicht an der Spitze einer möglichen Rebellion stehe. "Ich übermittle eine Botschaft, nichts weiter. Ich bin nicht der Anführer des Aufstands", betonte er. Die Militärs hätten sich aus einem einfachen Grund an ihn gewandt: "Weil ich nicht käuflich bin, weil der Präsident mich gehört hat."
Putin bloßgestellt: Instagram-Video sorgt für Aufmerksamkeit
Das ursprüngliche Video sammelte bereits über 200.000 Likes und wurde mehr als elf Millionen Mal angesehen. Ob die Botschaft tatsächlich eine größere Bewegung innerhalb der russischen Streitkräfte auslöst, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Die öffentliche Kritik eines ehemaligen Kommandeurs trifft den Kreml an einer besonders sensiblen Stelle – mitten im andauernden Krieg gegen die Ukraine.
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sba/gom/news.de/stg
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