Magdeburg: AfD-Pläne zur Schulpflicht stoßen auf Widerstand

Die AfD in Sachsen-Anhalt will die Schulpflicht abschaffen. Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion geht aber zugleich davon aus, dass nur wenige Familien solche neuen Vorgaben nutzen würden.

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Der Landtag hat das Ansinnen der AfD zurückgewiesen, die Schulpflicht in Sachsen-Anhalt abzuschaffen. "Schule ist einer der wichtigsten Erfahrungsorte für Kinder", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Susan Sziborra-Seidlitz. Rechte würden die Schulpflicht angreifen. "Hier geht es nicht um Freiheit, sondern um Kontrolle."

Kinder seien eigenständige Personen, die ein Recht auf Teilhabe und Bildung hätten, so Sziborra-Seidlitz weiter. Falle die Schulpflicht weg, habe dies Auswirkungen auf die Zukunftschancen von Kindern.

Riedel: AfD-Pläne sind Misstrauensvotum gegen Schulen

Sziborra-Seidlitz beleuchtete weitere Pläne der AfD wie Zugangsbeschränkungen für Gymnasien oder Sonderklassen für geflüchtete Kinder. "Es liegt auf der Hand: Das ist kein Bildungsprogramm, das ist ein Umerziehungsprogramm von rechts", sagte sie.

"Sie klingen wie ein absolutes Misstrauensvotum gegen unsere Schulen", sagte Bildungsminister Jan Riedel (CDU) über die Pläne der AfD. Heimunterricht könne nicht die Erfahrungen aus der Schule ersetzen. Schule stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt, so Riedel.

Der bildungspolitische Sprecher der AfD, Hans-Thomas Tillschneider, konterte: "Wir wollen maximale Freiheit ermöglichen." Er gehe davon aus, dass 30 bis 50 Familien die neue Regelung der Schulpflicht nutzen würden. Zudem warf er den Grünen vor: "Sie wollen den Zugriff auf alle Kinder auf Teufel komm raus."

Der Landtag verabschiedetet letztlich einen Antrag, in dem die allgemeine Schulpflicht als zentrales Fundament im Bildungswesen festgehalten wird.

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/roj/news.de

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