Donald Trump: "Das wird ihm nicht gefallen" - Umfrage-Desaster für Trump

Diese Zahlen dürften Donald Trump kaum gefallen. Laut einer Fox-News-Umfrage lehnt eine deutliche Mehrheit der Befragten seinen Wirtschaftskurs ab. Die Ergebnisse verschärfen die Debatte über seine politische Agenda kurz vor den Zwischenwahlen.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Selbst Fox News schlägt Alarm: Trump stürzt bei Wirtschaftswerten ab (Foto) Suche
Selbst Fox News schlägt Alarm: Trump stürzt bei Wirtschaftswerten ab Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Eine Fox-News-Umfrage sieht Trumps Wirtschaftspolitik bei nur 31 Prozent Zustimmung
  • 68 Prozent der Befragten bewerten seine ökonomische Leistung negativ
  • Experten sehen einen wachsenden Abstand zwischen Trumps politischen Prioritäten und den Erwartungen vieler Wähler

Donald Trump inszeniert sich seit Jahren als erfolgreicher Wirtschaftslenker. Doch eine aktuelle Erhebung des konservativen Nachrichtensenders Fox News zeichnet ein deutlich anderes Bild.

Weitere aktuelle Meldungen aus dem Politik-Ressort finden Sie am Ende dieses Artikels.

Lediglich 31 Prozent der Befragten bewerten die Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten positiv. Ganze 68 Prozent lehnen seinen Kurs ab. Die Umfrage wurde zwischen dem 12. und 15. Juni durchgeführt und sorgt auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil sie von einem Sender stammt, der traditionell als Trump-freundlich gilt. Der Journalist Aaron Rupar kommentierte die Zahlen auf X mit den Worten: "Das wird Trump nicht gefallen."

Umfrage-Desaster für Donald Trump

In dem Fox-News-Beitrag wurde unter anderem auf sinkende Benzinpreise und weiterhin robuste Konsumausgaben verwiesen. Diese Argumente konnten jedoch kaum darüber hinwegtäuschen, wie deutlich die Ablehnung gegenüber Trumps Wirtschaftspolitik ausfällt. Die Diskrepanz zwischen positiven Wirtschaftsdaten und den Umfragewerten steht inzwischen im Mittelpunkt der Debatte.

Donald Trump feiert sich selbst – Umfragen erzählen eine andere Geschichte

Während die neuen Zahlen veröffentlicht wurden, trat Trump bei den Feierlichkeiten zum 250. Gründungsjubiläum der Vereinigten Staaten in Washington demonstrativ selbstbewusst auf. Vor zahlreichen Anhängern auf der National Mall hielt der US-Präsident eine Rede, die in weiten Teilen an einen Wahlkampfauftritt erinnerte. Trump sprach über außenpolitische Themen, Projekte rund um das Weiße Haus und gesellschaftspolitische Streitfragen.

"Wie kann er überhaupt bei 31 Prozent liegen?"

Die Umfragewerte lösten auf X zahlreiche Reaktionen aus. "Wie kann er überhaupt bei 31 Prozent liegen? Es ist fast unglaublich, dass 31 von 100 Menschen diese Katastrophe gutheißen", schrieb ein X-Nutzer. Andere verwiesen auf politische Entscheidungen der vergangenen Wochen. So kritisierte ein Kommentator, Trump habe zuletzt ein Gesetz zur Senkung der Wohnkosten blockiert.

Auch die Interpretation der Wirtschaftsdaten wurde in den sozialen Medien kontrovers diskutiert. "Die Leute geben mit Kreditkarten aus – das ist kein gutes Zeichen", schrieb ein Nutzer. Ein weiterer Kommentator argumentierte: "Die Menschen haben keine Wahl, sie müssen für Benzin, Lebensmittel und Miete ausgeben. Das Problem ist, dass sie mehr bezahlen und weniger dafür bekommen." Die Diskussion zeigt, dass viele Amerikaner ihre persönliche wirtschaftliche Lage offenbar anders bewerten, als manche volkswirtschaftlichen Kennzahlen vermuten lassen.

Politologe sieht Problem für Trumps zweite Amtszeit

Nach Einschätzung von Experten liegen die Ursachen tiefer. Daniel Treisman, Politikwissenschaftler an der University of California in Los Angeles, erklärte gegenüber ABC News, dass viele politische Schwerpunkte Trumps in seiner zweiten Amtszeit weder den Interessen seiner Kernwählerschaft noch denen anderer Amerikaner entsprächen. "Das erklärt seine ungewöhnlich niedrigen Zustimmungswerte", so der Experte.

Republikaner blicken mit Sorge auf die Zwischenwahlen

Mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen im November könnten die Zahlen auch für die Republikanische Partei zum Problem werden. Je schlechter die wirtschaftspolitischen Zustimmungswerte des Präsidenten ausfallen, desto stärker wächst der Druck auf republikanische Kandidaten im ganzen Land.

Besonders auffällig bleibt dabei der Kontrast zwischen Trumps öffentlicher Selbstdarstellung und den aktuellen Umfragen. Während Verbündete ihn als historischen Präsidenten feiern, zeigt die Fox-News-Erhebung ein deutlich skeptischeres Bild der Stimmung im Land.

Weitere Meldungen rund um die Trump-Regierung finden Sie hier:

/ife/news.de/dpa/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.