Donald Trump: Noch während er sich selbst lobt, explodiert die Trump-Wut
Da kann man geteilter Meinung sein. Niemand lache mehr über die USA, verkündete Donald Trump bei der Eröffnung der Jubiläumsfeier zum 250. Geburtstag Amerikas - und erntete prompt Spott und Hohn in sozialen Netzwerken.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump lobt sich wieder einmal selbst
- Donald Trump muss Promi-Absagen hinnehmen
- Donald Trump verspottet für Lobrede
Ob er es eigentlich selbst glaubt? US-Präsident Donald Trump verwandelte die Eröffnungszeremonie der Great American State Fair in eine Siegesfeier für sich selbst und seine Politik. Auf der National Mall verkündete er seine Kernbotschaft: "Ich bin begeistert zu erklären, dass Amerika zurück ist." Allerdings wollten das offenbar nicht so viele Zuschauer hören oder den US-Präsidenten sehen. Berichtet wird über leere Plätze und Besucher, die mitten in der Trump-Rede das Weite suchten.
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Donald Trump lobt sich wieder einmal selbst
Der US-Präsident behauptete, die Vereinigten Staaten seien vor Kurzem noch ein "totes Land" gewesen. Nun aber sei man "das angesagteste Land überall auf der Welt", respektiert von allen. "Niemand lacht mehr über uns", fügte Trump hinzu. In seiner etwa 30-minütigen Ansprache zählte er eine Liste vermeintlicher Errungenschaften auf.
Er verwies auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit Iran, eine härtere Einwanderungspolitik und ein verabschiedetes Steuergesetz. Auch kulturpolitische Themen wie das Verbot geschlechtsangleichender Behandlungen für Minderjährige und den Ausschluss von Transgender-Personen aus dem Frauensport thematisierte er.
Donald Trump der "größte US-Präsident seit George Washington"
Die von der Organisation Freedom 250 als überparteilich beworbene Jubiläumsfeier entwickelte sich schnell zu einer dezidiert parteiischen Veranstaltung. Verkehrsminister Sean Duffy lobte die auftretenden Militärkapellen als "viel besser als diese Libtards, die uns abgesagt haben" - ein abwertender Begriff für progressive Kräfte. Anschließend erklärte er Trump zum größten US-Präsidenten seit George Washington. Monica Crowley, Protokollchefin der Trump-Regierung, pries den Präsidenten als unübertroffenen Verfechter der 250-Jahr-Feier. Sie betonte, diese Bewegung zur Vereinigung des Landes habe keinen größeren Champion als Donald Trump.
Donald Trump muss Promi-Absagen hinnehmen
Im Vorfeld der Veranstaltung hatten mehrere angekündigte Musiker ihre Teilnahme zurückgezogen. Die Commodores, Country-Sängerin Martina McBride und Rapper Young MC sagten ihre Auftritte im vergangenen Monat ab. Als Begründung nannten sie Bedenken wegen des politischen Charakters des vom Weißen Haus unterstützten Events, wie "NBC News" berichtete.
Trump nutzte die Entwicklung, um sich selbst als Hauptact ins Programm zu schreiben. Zudem traten außerdem Country-Musiker Lee Greenwood auf, dessen Song "God Bless the USA" seit Jahren Trump-Kundgebungen untermalt, sowie Opernsänger Christopher Macchio. Die Nationalhymne sang Alexis Wilkins, die Freundin von FBI-Direktor Kash Patel.
Donald Trump verspottet für Lobrede
Trumps Aussage, niemand lache mehr über die USA, löste in sozialen Medien eine Welle des Spotts aus. Nutzer auf X widersprachen dem Präsidenten vehement und behaupteten das genaue Gegenteil: Die Welt lache täglich über ihn und seine Politik.
Ein User beschrieb, wie international in Nachrichtensendungen jeden Abend über Trumps neueste "Katastrophen" gelacht werde - sogar die Kamera- und Wetterleute würden mitmachen. Ein anderer bezeichnete die Aussage "Amerika ist zurück" als historisch peinlich und nannte Trump einen Narren.
Besonders bitter fiel die Kritik aus, Trump sei ein seniler Clown, der die USA zur Lachnummer mache. Mehrere Kommentatoren äußerten, sie schämten sich dafür, dass Trump zum Präsidenten gewählt wurde. Die Mehrheit der Amerikaner stimme seiner Politik nicht zu, hieß es in weiteren Posts.
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rut/news.de/stg
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