Pete Hegseth: Trump-Minister sorgt für Eklat - nächster Top-General wird zum Rücktritt gezwungen

Offenbar auf Druck von Pete Hegseth hin mussten in den vergangenen Monaten im US-Verteidigungsministerium bereits mehrere Top-Generäle ihre Posten räumen. Nun trifft es mit Chris "C.D." Donahue den nächsten. Die Empörung über diese Säuberungswelle ist groß.

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Pete Hegseth setzt Berichten zufolge seine Säuberungswelle im Pentagon fort. (Foto) Suche
Pete Hegseth setzt Berichten zufolge seine Säuberungswelle im Pentagon fort. Bild: picture alliance/dpa/AP | Virginia Mayo
  • Pete Hegseth zwingt ambitionierten General im Verteidigungsministerium zum Rücktritt laut Bericht
  • Chris "C.D." Donahue war der letzte US-Soldat, der 2021 Afghanistan verließ
  • Ehemalige Armeeoffiziere empört über Säuberungswelle

Einige Personalentscheidungen in der Trump-Regierung sorgten in den vergangenen Monaten bereits für eine Menge Kritik. Unter anderem stieß auf großes Unverständnis, dass der Posten des neuen US-Geheimdienstdirektors mit Bill Pulte - einem im Bereich der nationalen Sicherheit bislang völlig unerfahrenen Mann - besetzt wurde. Währenddessen setzt Verteidigungsminister Pete Hegseth offenbar eine Säuberungswelle in seinem Haus fort.

Pete Hegseth zwingt General Chris "C.D." Donahue zum Rücktritt laut Bericht

Wie "The Atlantic" berichtet, muss General Chris "C.D." Donahue seinen Posten räumen. Der 56-jährige Kommandeur der US-Streitkräfte werde voraussichtlich noch diese Woche seinen Rücktritt bekannt geben, heißt es.Nach nur 18 Monaten im Amt endet damit die Karriere eines Offiziers, der als einer der vielversprechendsten Köpfe der US-Armee galt.

Donahue erlangte 2021 symbolische Bedeutung, als er als letzter amerikanischer Soldat während des chaotischen Abzugs Afghanistan verließ. Der ehemalige Delta-Force-Anführer wurde als potenzieller Kandidat für den Posten des Generalstabschefs oder sogar des Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs gehandelt. Pete Hegseth soll ihn nun zum Gehen gezwungen haben. Der Verteidigungsminister schweigt bislang zu den Vorwürfen. Ein Sprecher verwies auf die Armee, die gegenüber "The Atlantic" ebenfalls eine Stellungnahme ablehnte.

Säuberungswelle im US-Verteidigungsministerium nach Afghanistan-Abzug

Donahue ist einer von mindestens sechs der insgesamt rund 60 Drei- oder Vier-Sterne-Generäle, die unter der amtierenden Trump-Regierung unerwartet ihren Posten verlassen. Hegseth hatte wiederholt Beteiligte am Afghanistan-Abzug kritisiert und führt derzeit eine Untersuchung dazu durch. Dabei nimmt er offenbar keine Rücksicht auf die sonstigen Leistungen der Offiziere. Nach Donahues Abgang soll das Kommando für Europa und Afrika von einem Vier-Sterne- auf ein Drei-Sterne-Kommando herabgestuft werden.

Empörung über Entlassungen von Offizieren unter der Trump-Regierung

Laut "Raw Story" gibt es viele empörte Reaktionen auf Donahues Entlassung. "Cosplay Pete Hegseth ist es nicht wert, General Donahues dreckige Stiefel zu putzen. Was für eine Schande", schrieb beispielsweise der ehemalige Diplomat Luis Moreno auf X (vormals Twitter). "Absolut empörend!", fügte ein pensionierter Offizier der US-Streitkräfte hinzu. Der konservative Radiomoderator Erick Erickson beobachtet zudem "Gemurre hinter den Kulissen der Militärführung". Die "wachsende Abscheu" gegenüber Hegseth reiche bis zu den Stabschefs.

Ein weiterer pensionierter Armeeoffizier kommentierte gegenüber "The Atlantic": "Es ist interessant, dass der Typ (Hegseth, Anmerkung der Redaktion), der sagt, er wolle die Kriegerkultur zurückbringen, die größten Krieger in den Armeereihen auslöscht. Das ist kein Krieg gegen Woke. Das ist ein Krieg gegen Krieger."

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