Israel-Hisbollah-Krieg: Vertreter aus dem Libanon und Israel verhandeln erneut in USA

Die Hisbollah hat weiterhin großen Einfluss im Libanon, und Israel ist dort weiter mit Bodentruppen im Einsatz. Können die Gespräche in Washington - ohne Teilnahme der Hisbollah - eine Wende bringen?

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Im Bemühen um einen dauerhaften Waffenstillstand im Libanon haben sich Vertreter des arabischen Landes erneut mit Repräsentanten Israels in den USA getroffen. Die fünfte Gesprächsrunde habe in Washington begonnen, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Die USA streben als Vermittler eine umfassende Einigung an, um den Krieg Israels mit der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon zu beenden. Die Hisbollah nimmt an den Gesprächen aber nicht teil und lehnt diese ab.

Die nächsten Tage seien hoffentlich entscheidend dabei, ein "gutes Ergebnis" für den Libanon und sein Volk zu erreichen, teilte Präsident Joseph Aoun zum Auftakt der fünften Verhandlungsrunde mit. Der Libanon müsse die "Hoheit über jeden Zentimeter seines Landes" und "staatliche Autorität über jede Person auf unserem Boden" erreichen.

Aoun spielte damit auf die israelische Armee an, die mit Bodentruppen im Libanon im Einsatz ist, und auf die Hisbollah, die im Libanon außerhalb der staatlichen Gewalt weiter großen Einfluss ausübt. Die libanesische Regierung werde "nichts weniger hinnehmen als ein Ende der israelischen Besatzung und das gleichzeitige Ende der Vormundschaft von außen", erklärte Aoun.

Bis zuletzt Angriffe trotz Waffenruhe

Im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah wurde im April eine Waffenruhe ausgerufen, die mehrmals verlängert und immer wieder von beiden Seiten gebrochen wurde. Zusätzlich wurde vergangenen Freitag nach Vermittlung der USA und Katars eine neue Waffenruhe verkündet.

Auch das vereinbarte Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran - dem wichtigsten Unterstützer der Hisbollah - sieht ein Ende der Kämpfe im Libanon vor. Die gegenseitigen Angriffe der Miliz und Israels gingen dabei bis vor wenigen Tagen weiter, schienen zuletzt aber etwas nachzulassen. Ein neuer Mechanismus soll helfen, die Lage bei Angriffen schneller zu entschärfen.

Der Libanon und Israel pflegen keine diplomatischen Beziehungen und haben nie ein Friedensabkommen geschlossen. Seit April sprechen israelische und libanesische Regierungsvertreter in Washington zum ersten Mal seit 1983 auf politischer Ebene direkt miteinander.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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