Donald Trump: Chaos bei seinen Anhängern - mysteriöse Rücktrittswelle erschüttert MAGA-Lager

Hat es in einer dem US-Präsidenten nahestehenden Nonprofit-Organisation heftigen Streit gegeben? Diese Spekulationen folgen auf eine Rücktrittswelle bei "America's Future", wo offenbar auch rechtsextreme Verschwörungstheorien populär sind.

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Zerfleischen sich Donald Trumps Anhänger momentan gegenseitig? Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Christian Hartmann
  • Rücktrittswelle in Nonprofit-Organisation "America's Future" von Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn
  • Berichte über Streitigkeiten innerhalb der Anhängerschaft von US-Präsident Donald Trump
  • Genauer Hintergrund bleibt unklar

Während US-Präsident Donald Trump zuletzt bereits die Unterstützung seines ehemaligen Verbündeten Tucker Carlson verlor, zerfleischen sich nun offenbar auch einige seiner Anhänger gegenseitig. Bei der konservativen Nonproft-Organisation "America's Future" von Ex-General Michael Flynn soll derzeit erhebliche Unruhe herrschen. Mehrere hochrangige Mitglieder des Anti-Menschenhandel-Projekts "Project Defend & Protect Our Children" haben in den vergangenen Wochen abrupt ihre Posten aufgegeben.

Chaos bei den Trump-Loyalisten von "America's Future" - mehrere Rücktritte in Nonprofit-Organisation

Darüber berichtet aktuell "Raw Story" unter Berufung auf "The Bulwark". Flynn, der kurzzeitig als Nationaler Sicherheitsberater unter Donald Trump diente und später wegen Falschaussagen gegenüber dem FBI begnadigt wurde, übernahm die traditionsreiche Organisation 2021. Er besetzte den Beirat mit umstrittenen Aktivisten – darunter die Kolumnistin Liz Crokin und die ehemalige CBS-Reporterin Lara Logan, die mittlerweile als Verschwörungstheoretikerin bekannt ist. Die Gruppe zeigte bei Veranstaltungen in Mar-a-Lago sogar Filme mit Bezügen zu den rechtsextremen Verschwörungsideologen der QAnon-Bewegung.

Die Abgänge begannen den Berichten zufolge Anfang dieses Monats Schlag auf Schlag. Am 9. Juni gab die Aktivistin Lynz Piper-Loomis bekannt, bereits einen Monat zuvor ausgeschieden zu sein – mit dem vielsagenden Hinweis, sie werde sich "später vielleicht noch dazu äußern". Wenige Tage darauf verkündete Crokin ihren Rücktritt vom 8. Juni und behauptete, sie habe "Beweise" in der Hand. Der Streit sei "kein verdammtes Kayfabe" – ein Begriff aus dem Wrestling für inszenierte Konflikte. Anwalt Ben Moore folgte am 11. Juni. Crokins Abgang traf offenbar selbst die Flynn-Familie unvorbereitet: Michael Flynn Jr. reagierte auf die Nachricht lediglich mit "???"

In der Nonprofit-Organisation "America's Future" von Trumps ehemaligem nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn brodelt es. (Foto) Suche
In der Nonprofit-Organisation "America's Future" von Trumps ehemaligem nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn brodelt es. Bild: picture alliance/dpa | Carolyn Kaster

Spekulationen über Grund für Rücktritte

Was genau hinter dem Zerwürfnis steckt, bleibt rätselhaft. Die Pro-Trump-Aktivistin Angela Stanton King, die Flynn weiterhin unterstützt, führte die Auseinandersetzungen auf eine "betrunkene Nacht zwischen Erwachsenen" und "persönlichen Kram" zurück, der nichts mit der Organisation zu tun habe. Crokin wies diese Darstellung jedoch zurück.

Mindestens ein früherer Anhänger zeigte sich inzwischen desillusioniert. Sam Moore, Bruder des zurückgetretenen Anwalts Ben Moore, machte seinem Frust auf X Luft: Seine jahrelange Beteiligung sei eine "totale Gehirnwäsche" gewesen. Er warf der Flynn-Familie vor, "ihr sinkendes Schiff" zu steuern.

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/ife/news.de/stg

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