Donald Trump: "Napoleon des Kulturkampfes" - Ex-Vertrauter enthüllt sein Erfolgsrezept
Ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses packt über Donald Trump aus: Laut Ex-Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci hat der US-Präsident eine klare Vorstellung von seinen Anhängern. Zudem bezeichnet er Trump als den "Napoleon des Kulturkampfes".
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Ehemaliger Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses spricht über Donald Trumps Erfolgsrezept
- US-Präsident sei laut Anthony Scaramucci der "Napoleon des Kulturkampfes"
- Trump betrachte seine Wähler vor allem als sozialkonservativ und finanzpolitisch liberal
Sowohl national als auch international rätseln Beobachter weiterhin über das Erfolgsgeheimnis von Donald Trump. Obwohl er in den vergangenen Monaten durch umstrittene politische Entscheidungen auch einige bisherige Unterstützer wie den prominenten Podcaster Tucker Carlson verloren hat, ist die MAGA-Bewegung auch heute noch groß. Doch wie denkt der US-Präsident eigentlich selbst über seine Anhänger, und welche Strategie verfolgt er, um möglichst viele Menschen von sich zu überzeugen? Ein ehemaliger Vertrauter lieferte dazu nun eine Analyse.
Donald Trump mit Napoleon verglichen: Ex-Vertrauter spricht über sein Erfolgsgeheimnis
Anthony Scaramucci war während Trumps erster Amtszeit im Sommer 2017 lediglich zehn Tage lang Kommunikationsdirektor im Weißen Haus. Nach seiner Absetzung entwickelte er sich zu einem der hartnäckigsten Kritiker des Republikaners, wie "Raw Story" berichtet. In einem Interviewausschnitt, den Scaramucci am vergangenen Wochenende auf X (vormals Twitter) teilte, sprach er über Trumps mutmaßliches Erfolgsrezept. Dabei zog er einen Vergleich mit dem ehemaligen französischen Feldherrn und Kaiser Napoleon Bonaparte. Trump sei heute der "Napoleon des Kulturkampfes". Dazu führte Scaramucci weiter aus:
- "Lesen Sie Andrew Roberts' Biografie über Napoleon: Er überblickte das gesamte Schlachtfeld und ahnte, wohin die Generäle ihre Truppen verlegen würden, noch bevor diese überhaupt eine Entscheidung getroffen hatten.
- "Trump macht das Gleiche mit der Kultur. Er versteht die Transgender-Debatte im Sport, er versteht die Anti-Woke-Bewegung, er hat ein intuitives Gespür für den 'Bible Belt' (eine geografische Region, die mehrere Südstaaten der USA umfasst und in der viele religiöse Menschen leben, Anmerkung der Redaktion)."
Das denkt Donald Trump laut Anthony Scaramucci über seine Wähler
Trump habe zu ihm zudem einmal etwas, gesagt, das er nie vergessen werde: "Er sagte, meine Basis ist sozialkonservativ und finanzpolitisch liberal." Der US-Präsident wolle sich also vor allem um Menschen aus der Arbeiterklasse kümmern, die Hilfe von der Regierung brauchen. Deshalb rühre er laut Scaramucci auch die Sozialversicherungen oder Medicare (staatliche Krankenversicherung für über 65-Jährige und Menschen mit Behinderungen in den USA) nicht an. "Nicht, weil er großzügig ist, sondern weil er über außergewöhnliche politische Instinkte verfügt und genau weiß, wer ihn ins Amt gebracht hat. Er versteht die Kultur, und seine Gegner begehen immer wieder den Fehler zu glauben, er tue dies nicht", so das Fazit des ehemaligen Mitarbeiters im Weißen Haus.
Let me tell you something about Trump that his critics consistently underestimate.
— Anthony Scaramucci (@Scaramucci) June 21, 2026
He is the Napoleon of the culture war.
Read Andrew Roberts’ biography of Napoleon, he saw the entire battlefield and anticipate where generals were moving their troops before they even made the… pic.twitter.com/SphkWUfqcV
Analyse zu Trumps Verhalten zerrissen
Für seine Analyse bekommt Scaramucci auf X jedoch auch eine Menge Widerspruch. Weitere Kommentare dazu lauten:
- "Sie verstehen nicht, worum es wirklich geht ... Er weiß, dass die Leute diese Lügen irgendwann als Wahrheit akzeptieren, wenn man sie immer wieder wiederholt."
- "Sobald er das Gefühl hat, dass es ihm Vorteile bringt, wird er die Sozialversicherung und Medicare ohne zu zögern kürzen."
- "Trumps Anhänger sind in finanzpolitischer Hinsicht nicht liberal. Sie sind nur dann finanzpolitisch liberal, wenn das Geld an Weiße fließt. Wenn das Geld an irgendjemanden anderen fließt, sind sie in finanzpolitischer Hinsicht rigide. Denn im Grunde genommen sind sie in finanzpolitischer Hinsicht rassistisch."
- "Die dümmste Analyse, die ich je gehört habe. Trump hat die Glaubwürdigkeit der USA für mindestens eine Generation zerstört. Und der dadurch entstandene Schaden ist irreparabel."
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gom/mlk/news.de
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