Erfurt: SPD will feste 20-Kilo-Grenze für Pakete durchsetzen

Jeden Tag schwere Pakete stemmen – die SPD will Schluss machen mit XXL-Lieferungen und fordert mehr Schutz für Zusteller. Was steckt hinter dem Vorstoß?

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / SimpLine

Die SPD-Landtagsfraktion will mit einer Bundesratsinitiative eine verbindliche Gewichtsgrenze von 20 Kilogramm für Pakete durchsetzen. Der arbeits- und wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Moritz Kalthoff, begründete den Vorstoß mit dem Schutz der Paketboten. Wer täglich schwere Pakete zustelle, brauche verlässliche Regeln für den Gesundheitsschutz. Kalthoff hatte den Angaben zufolge selbst mehrere Jahre als Paketzusteller gearbeitet.

Neben einer festen Gewichtsgrenze ohne Ausnahmen durch technische Hilfsmittel forderte die SPD-Fraktion verpflichtende Gefährdungsbeurteilungen, mehr Kontrollen durch die Arbeitsschutzbehörden sowie eine stärkere Verantwortung großer Versandunternehmen. Zuvor waren bei einer Fachveranstaltung im Thüringer Landtag Beschäftigte, Betriebsräte, Gewerkschaften, Arbeitsmediziner, Unternehmen und Politiker zusammengekommen, um über die Arbeitsbedingungen in der Paketbranche zu beraten.

Hintergrund der Initiative ist das anhaltende Wachstum des Versandhandels. Nach Angaben der Fraktion wurden 2024 in Deutschland mehrere Milliarden Pakete transportiert. Das neue Postgesetz erkenne die Belastungen der Beschäftigten zwar an, lasse durch die Möglichkeit des Einsatzes "geeigneter technischer Hilfsmittel" jedoch ein Schlupfloch zu. Nach Ansicht der SPD wird die vorgesehene 20-Kilogramm-Schwelle dadurch in der Praxis ausgehebelt.

Weitere aktuelle News aus dem Ressort "Politik":

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.