Extremismus: Darknet-Plattform mit Todeslisten: Urteil erwartet

Ein rechtsradikaler Informatiker soll eine Darknet-Plattform betrieben haben, auf der zu Mordanschlägen auf Politiker aufgerufen wurde. Nun steht das Urteil bevor.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Im Prozess um eine Darknet-Plattform, auf der zu Mordanschlägen auf deutsche Politiker, Richter und Staatsanwälte aufgerufen wurde, soll an diesem Freitag (ca. 11.00 Uhr) das Urteil verkündet werden. Die Bundesanwaltschaft hat für den Angeklagten, einen 50-jährigen rechtsradikalen Informatiker aus Dortmund, fünf Jahre Haft gefordert.

Er soll die Plattform geschaffen und betrieben haben, auf der die Politiker-Todeslisten veröffentlicht, Krypto-Kopfgeld für deren Ermordung eingeworben und Anleitungen zu Mordanschlägen mitgeliefert wurden. Das Bundeskriminalamt hatte die Plattform "Assassination Politics" (Politik der Attentate) abgeschaltet.

Angeklagt ist der vorbestrafte Mann unter anderem wegen Terrorfinanzierung. Der Deutsch-Pole habe sein hochgradig radikalisiertes Umfeld zu Mordanschlägen aufgerufen, Anleitungen für diese Terrorakte gegeben und sich um deren Finanzierung bemüht, so die Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer.

Mit Attentaten auf bekannte Politiker, darunter auch die Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Angela Merkel (CDU), habe er die Demokratie destabilisieren wollen. Vor der Urteilsverkündung wird noch der Verteidiger plädieren. Anschließend hat der Angeklagte das letzte Wort. Er hatte sich im Prozess als Justizopfer dargestellt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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