Dresden: Bistum Dresden sucht Betroffene für Missbrauchs-Aufarbeitung
Stasi-Akten, Kirchenarchive und persönliche Berichte fließen zusammen: Im Bistum Dresden-Meißen beginnt die Suche nach der Wahrheit bei Missbrauchsfällen. Werden Betroffene die Arbeit unterstützen?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Das Bistum Dresden-Meißen will mit einer Kommission und einer Grundlagenstudie die sexualisierte Gewalt an Kindern und Schutzbefohlenen aufarbeiten. Ziel ist es zu klären, welche Strukturen die sexualisierte Gewalt im Bistum begünstigt haben und warum eine zeitnahe Aufdeckung oft nicht stattfand, wie das Bistum mitteilte.
In der Kommission sind auch Plätze für Betroffene vorgesehen, nur hat sich bislang niemand gemeldet. Dabei stellen die Erfahrungen betroffener Personen einen zentralen Beitrag dar, wie es hieß. Daher richtete das Bistum erneut einen Appell an Betroffene, für sich eine Mitarbeit zu prüfen.
Zudem wurde ein Historiker beauftragt, anhand kirchlicher Unterlagen sowie Archiven und Akten der Staatssicherheit der DDR die Missbrauchsfälle an Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen im Bistumsgebiet zusammenzustellen. Der Auftrag umfasst den Zeitraum von 1945 bis zur Gegenwart. Die Veröffentlichung der Studie ist Mitte nächsten Jahres vorgesehen.
Weitere aktuelle News aus dem Ressort "Politik":
- Potsdam: Rettungsdienst in Brandenburg: Rezept ohne Gebühren gesucht
- Osnabrück: IT-Spezialisten sollen Cyberkriminellen die Stirn bieten
- Bernburg: Klinikbetreiber Ameos fordert Millionen von Landrat
- Wladimir Putin: Mega-Feuerball rast über Autobahn – Ukraine-Drohne sprengt Putin-Tanklaster
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.