Wladimir Putin: Experten schlagen Alarm - Putins Raketenarsenal wächst schneller als gedacht
Die Hoffnung auf eine baldige Schwächung von Russlands Luftkrieg ist zerplatzt. Neue Daten zeigen: Putin verschießt nicht weniger, sondern mehr Raketen als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig stößt die ukrainische Luftabwehr an ihre Grenzen – und eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin setzt deutlich mehr ballistische Raketen ein als noch 2025
- Experten warnen vor Russlands wachsendem Waffenarsenal
- Im Mai erreichten die russischen Drohnenangriffe einen historischen Höchststand
- Die Ukraine kann derzeit nur rund jede vierte ballistische Rakete abfangen
Die Hoffnung in Berlin, Russlands Raketenvorräte könnten sich dem Ende zuneigen, erweist sich als Trugschluss. Aktuelle Erhebungen des "Monitor Luftkrieg Ukraine" der Konrad-Adenauer-Stiftung zeichnen ein ernüchterndes Bild: Statt eines Rückgangs verzeichnen die Analysten einen deutlichen Anstieg bei ballistischen Geschossen.
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Putins Raketen-Macht wächst: Neue Daten zerstören Hoffnungen auf eine Schwächung Russlands
Während die Bundesregierung laut "Frankfurter Allgemeine" davon ausging, dass Moskau die intensiven Luftangriffe nicht lange durchhalten könne, sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Der monatliche Durchschnitt ballistischer Raketen kletterte von knapp 60 im vergangenen Jahr auf 75 in den ersten fünf Monaten 2026. Von einer Erschöpfung des russischen Arsenals kann demnach keine Rede sein.
Rekordzahlen bei Drohnen und Raketen
Die Bedrohungslage hat sich dramatisch verschärft. Im Mai prasselte eine historische Höchstzahl von 7.503 Langstreckendrohnen auf ukrainisches Territorium nieder – ein Zuwachs von 14 Prozent gegenüber April. Mindestens 274 Zivilisten kamen dabei ums Leben, weitere 1.763 Menschen wurden verletzt.
Mehr als 100.000 Luftangriffe seit Kriegsbeginn erfasst
Neben dem Anstieg bei ballistischen Raketen verfügt Russland monatlich über etwa 100 Marschflugkörper. Seit Beginn der Erfassung im September 2022 registrierte der Luftkriegsmonitor mehr als 100.000 Luftangriffe auf die Ukraine. Die Daten liefern keinerlei Anhaltspunkte für ein nachlassendes russisches Raketenpotenzial – im Gegenteil.
Warum die ukrainische Luftabwehr an ihre Grenzen stößt
Besonders alarmierend: Die ukrainische Luftabwehr kann lediglich 26 Prozent der ballistischen Raketen abfangen. Geschosse wie Iskander, Kinschal oder Zirkon rasen mit über 5.000 Stundenkilometern in steilem Winkel heran. "Nur sehr wenige Raketen haben erstens die kinematische Leistungsfähigkeit und die Manövrierfähigkeit in großen Höhen, um diese abfangen zu können", erläutert Militärexperte Gustav Gressel.
Patriot-Mangel verschärft die Lage
Das geeignete Gegenmittel wären Patriot PAC3-Systeme – doch die bleiben aus. "PAC3 bekommt die Ukraine kaum mehr, weil die Amerikaner sie vor allem wegen des Iran-Krieges selbst haben wollen", so Gressel. Auch die britisch-französischen Aster-30-Raketen werden nicht in ausreichender Stückzahl gefertigt.
Ukraine-Hoffnung ruht auf europäischer Initiative
Der Mangel an Abwehrraketen könnte mittelfristig durch ein gemeinsames europäisches Projekt gemildert werden. Anfang Juni testete das ukrainische Unternehmen Fire Point mit Unterstützung aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien erstmals die FP-7.x-Abfangrakete im Rahmen des "Freyja-Projekts". Allerdings wird diese frühestens 2027 einsatzbereit sein.
Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte beim G7-Gipfel in Evian an, Versorgungsengpässe durch Produktionslizenzen zu beheben. Es gehe "um umfassende Lizenzerteilungen, auch von amerikanischen Unternehmen" an europäische und ukrainische Hersteller. US-Präsident Donald Trump habe dabei "wirklich ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft" gezeigt.
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