J.D. Vance: "Schlechteste Strategie überhaupt" - heftige Schelte für den US-Vizepräsidenten
In einem TV-Interview hat Vizepräsident J.D. Vance Donald Trumps umstrittene Aussagen zur Inflation in den USA verteidigt. Politikexperte Paul Rieckhoff hält diese Strategie des Weißen Hauses für komplett ungeeignet. So begründet er seine Meinung.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- J.D. Vance verteidigt umstrittene Aussagen zur Inflation von Donald Trump in einem TV-Interview
- Politikexperte Paul Rieckhoffkritisiert dies als "schlechteste Strategie überhaupt"
- Denn der US-Vizepräsident sei selbst extrem unbeliebt
Donald Trumps Wirtschaftspolitik sorgte in den vergangenen Monaten für eine Menge Kritik im eigenen Land. Zuletzt kletterte die Inflation in den USA auf 4,2 Prozent - der höchste Wert seit Jahren. Der US-Präsident zeigte sich jedoch keineswegs geschockt von den Zahlen, sondern sprach sogar davon, dass er die Inflation "lieben" würde. In einem TV-Interview verteidigte Vizepräsident J.D. Vance nun diese Aussagen, was ein politischer Experte für eine ziemlich schlechte Idee hält.
Donald Trump irritiert mit Aussagen zur Inflation - J.D. Vance verteidigt den US-Präsidenten
Wie "The Hill" berichtet, erklärte Vance in der ABC-Talkshow "The View" zu Trumps umstrittenen Inflations-Äußerungen: "Was er sagte, Ana, ist, dass er es liebt, dass die Inflation sinken wird, wenn dieser Krieg (Iran-Krieg, Anmerkung der Redaktion) vorbei ist." Co-Moderatorin Whoopi Goldberg widersprach, dass Trump dies so nicht gesagt habe und hakte bei Vance noch einmal nach:"Sind Sie sein Dolmetscher oder sein Vizepräsident? Kommen Sie schon." Vance beharrte jedoch auf seiner Interpretation und verwies darauf, dass die aktuellen Benzinpreise von4,06 Dollar pro Gallone noch zu hoch, aber bereits deutlich niedriger als vor wenigen Wochen seien. Auch die Behauptung, die Republikaner verursachten das Problem der Bezahlbarkeit, sei ein "Schwindel". Er verwies zudem darauf, dass die Inflation unter dem demokratischen Ex-Präsidenten Joe Biden auf 9 Prozent gestiegen sei.
Experte kritisiert Strategie mit dem US-Vizepräsidenten
Der Politikexperte Paul Rieckhoff kritisierte die Entscheidung, Vance als Verteidiger von Trumps Aussagen vorzuschicken, scharf. In der CNN-Sendung "Erin Burnett OutFront" bezeichnete er dies als "schlechteste Strategie überhaupt", wie "Raw Story" berichtet. Der Grund: Vance sei selbst unbeliebt, weshalb er kaum geeignet sei, Menschen zu überzeugen.
Rieckhoff verwies zudem auf die unabhängigen Wähler, die 47 Prozent der Wählerschaft in den USA ausmachten. Diese würden derzeit "nicht viel von dem abkaufen, was Trump gerade anbietet". Die eigentliche Bewährungsprobe werde die Zwischenwahl im November sein.
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