Kriminalität: Bundestagsplanspiel mit White-Power-Zeichen soll Nachspiel haben

Beschimpfungen, körperliche Auseinandersetzungen und ein rassistisches Zeichen: Bei einem Bundestagsplanspiel musste die Polizei anrücken. Nun wird über Konsequenzen beraten.

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Aktuelle Nachrichten zum Thema Kriminalität lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Heiko

Auseinandersetzungen bei einem Planspiel des Bundestags für Jugendliche haben für Schlagzeilen gesorgt - nun will sich der Ältestenrat des Parlaments damit beschäftigen. Vor allem in der Inneren Kommission des Ältestenrats soll die Veranstaltung nach Bundestagsangaben ausgewertet und dabei auch betrachtet werden, ob Veränderungen notwendig sind.

Mehr als 250 Jugendliche hatten am vergangenen Wochenende bis Anfang der Woche bei einem jährlich organisierten Planspiel den Parlamentsbetrieb im Bundestag simuliert. Doch gab es nach den Tagen unter dem Motto "Jugend und Parlament 2026" Schlagzeilen mehrerer Medien wegen Fällen von Rechtsextremismus und Körperverletzung. Eine Teilnehmerin hatte unter anderem von einer rassistischen Geste im Teilnehmerkreis berichtet.

Ausschluss wegen White-Power-Zeichen

Die AfD-Fraktion beklagte, mehrere von ihr nominierte jugendliche Teilnehmer hätten von üblen Beschimpfungen und Beleidigungen berichtet. AfD-Chefin Alice Weidel sprach gar von Gewalt. Eine körperliche Auseinandersetzung zweier junger Leute im Hotel der Teilnehmer soll aber keinen politischen Hintergrund gehabt haben, wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Teilnehmende berichtete.

Der Bundestag bestätigte bereits am Freitag, dass ein Teilnehmer des Planspiels das White-Power-Zeichen gezeigt habe. Das ist in rechtsextremen Kreisen als Zeichen für die angebliche Überlegenheit weißer Menschen bekannt. Der Jugendliche sei daraufhin von dem Planspiel ausgeschlossen worden, sagte ein Parlamentssprecher. Allen konkret gemeldeten Vorfällen sei nachgegangen und die Bundestagspolizei eingeschaltet worden. Auch die körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Teilnehmern im Hotel bestätigte der Sprecher.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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