Ukraine-Krieg aktuell: Panik im Kreml? Putin verlegt seine Militärflieger
Aus Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen soll Moskau mehrere A-50U-Frühwarnflugzeuge auf zivile Flughäfen verlegt haben. Doch die neue Strategie für die Militärmaschinen sorgt selbst innerhalb Russlands für unverhohlene Kritik an Wladimir Putin.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Satellitenaufnahmen zeigen, dass russische A-50U-Frühwarnflugzeuge auf zivile Flughäfen verlegt wurden
- Damit sollen sie offenbar vor ukrainischen Drohnenattacken geschützt werden
- Flughafenbetreiber kritisiert Wladimir Putin in einem Schreiben für neue Strategie
Wladimir Putin erleidet im Ukraine-Krieg weiterhin zahlreiche Rückschläge. Berichten zufolge sollen Kiews Streitkräfte den Landkorridor zur Krim unter "Feuerkontrolle" gebracht haben. KI-gesteuerte Drohnen erreichen demnach mittlerweile Ziele weit hinter der Frontlinie. Auch auf russischem Gebiet selbst wurden bereits wichtige Militärflugzeuge bei Drohnenangriffen getroffen. Gerät der Kreml deshalb nun zunehmend in Panik?
Wladimir Putin verlegt A-50U-Frühwarnflugzeuge auf zivile Flughäfen laut Berichten
Aus Furcht vor ukrainischen Drohnenattacken soll Moskau eine neue Schutzstrategie verfolgen. A-50U-Frühwarnflugzeuge wurden offenbar vermehrt auf zivilen Flughäfen untergebracht. Darüber berichtet "t-online" unter Berufung auf das rumänische Militärmagazin "Defense Romania".Analysten der AviVector-Gruppe haben die Verlegung der Flugzeuge auf Satellitenaufnahmen festgestellt, heißt es auf der ukrainischen Militärnachrichten-Website "Militarnyi".
Am 4. Juni befanden sich demnach drei A-50U auf zivilen Flughäfen: In Begishevo in Tatarstan, in Tscheljabinsk sowie in Nischnewartowsk im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen. Die Maschine in Tscheljabinsk traf dabei erst zwischen dem 1. und 2. Juni ein – bereits im März waren dort zwei Exemplare stationiert gewesen.
Das Gros der Flotte bleibt jedoch auf dem Militärstützpunkt Iwanowo-Sewerny konzentriert, rund 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Dort identifizierten die Analysten acht Maschinen. Ein weiteres Flugzeug wurde im über 2.300 Kilometer entfernten Workuta gesichtet.
Angst vor ukrainischen Drohnenattacken auf russische Militärflieger?
Die häufigen Verlegungen sollen laut "Militarnyi" das Risiko gezielter Angriffe minimieren. Die Überwachungsflugzeuge zählen zu den wichtigsten Ressourcen der russischen Luftwaffe. Sie ermöglichen die Früherkennung von Bedrohungen und können mehrere Ziele gleichzeitig erfassen. Drei dieser strategisch bedeutsamen Maschinen hat Moskau im Verlauf des Krieges bereits eingebüßt.
Kritik in Russland: Flughafenbetreiber bemängelt "Klima der Angst"
Die zivilen Flughäfen zeigen sich von der militärischen Nutzung jedoch wenig begeistert. Ende Mai erschien auf der Webseite von Airports of Regions, dem größten russischen Flughafenbetreiber, ein brisantes Schreiben an Wladimir Putin. Firmenchef Jewgeni Tschudnowski beklagte darin ein "Klima der Angst" und systematischen Druck auf seine Angestellten. Er beklagte unter anderem, dass Mitarbeiter Aufgaben übernehmen müssten, die weitüber ihre eigentlichen beruflichen Pflichten hinausgingen.Neben Kampfflugzeugen würden auch militärische Ausrüstung und Munition auf den Flughafengeländen stationiert. Russische Sicherheits- und Militärbehörden würden zivile Infrastruktur faktisch beschlagnahmen, so ein weiterer Vorwurf in dem Dokument.
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gom/bua/news.de/stg
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