Alexander Lukaschenko: "Wichtiges Ziel" identifiziert - Belarus-Diktator droht der Ukraine

Wird Belarus immer weiter in Putins Krieg gegen die Ukraine hineingezogen? Nach entsprechenden Warnungen hat Diktator Alexander Lukaschenko nun reagiert. In einem Interview richtet er eine unmissverständliche Drohung an Kiew.

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Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko hat der Ukraine gedroht. (Foto) Suche
Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko hat der Ukraine gedroht. Bild: picture alliance/dpa/Belarusian Presidential Press Service | Uncredited
  • Alexander Lukaschenko droht der Ukraine nach Warnungen aus Kiew
  • Belarus habe ein "wichtiges Ziel" nahe der Grenze zwischen beiden Ländern ausgemacht
  • Putin-Freund glaubt nicht, dass die Ukraine Krieg gegen Belarus führen will

Scharfe Drohung von Putin-Freund Alexander Lukaschenko: Der belarussische Machthaber behauptete am Sonntag, dass man ein "wichtiges" Ziel nahe der ukrainischen Grenze im Visier habe.

Alexander Lukaschenko droht der Ukraine: "Wichtiges Ziel" an der Grenze zu Belarus im Visier

Wie "Kyiv Independent" berichtet, folgten die Äußerungen auf eine Ankündigung des ukrainischen Drohnenkommandeurs Robert Browdi vom 26. Mai, wonach Kiew 500 potenzielle Angriffsziele auf belarussischem Territorium ausgemacht habe. "Sie mögen 500 Ziele identifiziert haben. Aber wir haben ein wichtiges Ziel mit präzisen Koordinaten, und es liegt sehr nah an Belarus. Das wissen sie auch", so Lukaschenko.

Laut dem Putin-Freund will die Ukraine keinen Krieg mit Belarus

Lukaschenko spielte die Bedrohung durch ukrainische Einheiten an der gemeinsamen Grenze herunter und bezeichnete diese als "Kanonenfutter". Gleichzeitig wies er Selenskyjs Warnungen vor einer militärischen Gefahr aus Belarus zurück. "Das ukrainische Militär will keinen Krieg mit Belarus. Das weiß ich genau", behauptete der Diktator. Eine Konfrontation würde tausend Kilometer zusätzliche Frontlinie bedeuten – etwas, das niemand brauche. Der Interview-Ausschnitt wurde auch auf dem X-Kanal "WarTranslated" veröffentlicht.

Spannungen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Alexander Lukaschenko

Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich zuletzt deutlich verschärft – auch befeuert durch gemeinsame Atomübungen Russlands und Belarus' sowie Warnungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einer möglichen Nordoffensive.

Belarus gestattete zudem russischen Truppen Anfang 2022, sein Territorium für den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zu nutzen – was internationale Verurteilung und umfassende westliche Sanktionen gegen Lukaschenkos Regime nach sich zog. Das letzte Treffen zwischen Selenskyj und Lukaschenko fand im Oktober 2019 statt.

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