Kriminalität: Entscheidung über Auslieferung von Neonazi Liebich erwartet

Schon Mitte Mai war damit gerechnet worden, dass das Landgericht Pilsen eine Entscheidung tritt, ob Marla Svenja Liebich an Deutschland ausgeliefert wird. Nun dürfte es so weit sein.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Das Landgericht Pilsen in Tschechien will am Montag (14.00 Uhr) seine Entscheidung über die Auslieferung der verurteilten Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich verkünden. Wird die Auslieferung rechtskräftig entschieden, soll Liebich an die deutschen Behörden übergeben und in die Justizvollzugsanstalt nach Chemnitz gebracht werden.

Neonazi Liebich war Anfang April an der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland festgenommen worden und sitzt seitdem in tschechischer Haft. Eine Auslieferung lehnte sie bisher ab. Am ersten Verhandlungstag erklärte sie, sie befürchte, in Deutschland in ein Männergefängnis zu kommen und in Haft ums Leben zu kommen.

Die verurteilte Rechtsextremistin war ab Ende August 2025 zunächst deutschland-, dann europaweit gesucht worden. Liebich war im Juli 2023 – damals noch als Mann mit dem Vornamen Sven – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden.

Nach der Verurteilung hatte Liebich das Geschlecht von männlich auf weiblich ändern lassen. Außerdem wurde der Name von Sven in Marla Svenja angepasst. Kritiker hielten das für eine Provokation und sprachen von einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes. Dennoch wurde Liebich zum Haftantritt ins Frauengefängnis in Chemnitz geladen, erschien dort jedoch nicht, sondern floh.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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