Familienpolitik: Grüne: Mehr Wickeltische, billigere Windeln

Die Grünen im Landtag wollen Familien das Leben erleichtern. Dann könnten Eltern auch beruflich mehr leisten.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Die bayerischen Grünen-Politikerinnen Katharina Schulze und Julia Post haben ein Programm für mehr Kinderfreundlichkeit im Alltag vorgelegt. "Familien brauchen keine warmen Worte, sondern einen Alltag, der funktioniert", sagte Schulze, die Fraktionschefin der Grünen im Landtag ist. "Wer Familien stärkt, stärkt auch den Zusammenhalt, die Gleichstellung und den Arbeitsmarkt." Familien leisteten täglich Enormes. "Politik muss ihnen das Leben endlich leichter machen, nicht schwerer."

Weniger Steuern für Babyprodukte

Windeln und weitere Babyprodukte des täglichen Bedarfs sollen billiger werden und deshalb mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent besteuert werden. Die Grünen-Frauen setzen sich für einladende Wickel- und Stillmöglichkeiten im öffentlichen Raum ein, wollen Spielplätze zu Orten für ganze Nachbarschaften machen. Es brauche zudem unter anderem familienfreundlichere Arbeitszeiten, mehr Homeoffice-Möglichkeiten, familiengerechte Schichtmodelle sowie eine verlässliche Ferienbetreuung für Grundschulkinder.

Familienfreundlichkeit dürfe nicht als Nischenthema behandelt werden, sondern als zentrale Frage für Bayern. Familien seien das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ein modernes Land müsse so organisiert sein, dass Kinder, Eltern und Arbeit gut zusammenpassen.

Familien sind politische Aufgabe

"Viele Eltern arbeiten nicht weniger, weil sie weniger leisten wollen. Sie arbeiten weniger, weil der Alltag oft gegen sie organisiert ist", sagte Post, die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen. "Wenn Kita, Job, Schichtplan, Schulferien und Care-Arbeit nicht zusammenpassen, ist das kein privates Problem einzelner Familien, sondern eine politische Aufgabe."

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