Naturschutz auf See: Umweltminister will mehr Schutz im Nationalpark Wattenmeer

Ranger sollen künftig auch auf dem Wasser für mehr Schutz im Nationalpark Wattenmeer sorgen. Was das für den Naturschutz bedeutet.

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Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt spricht sich zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Wattenmeer für einen besseren Schutz aus. "Es kann nicht sein, dass nach vier Jahrzehnten gerade einmal drei Prozent des Nationalparks wirklich nutzungsfrei sind", teilte der Grünen-Politiker nach der internationalen Wattenmeerkonferenz im dänischen Esbjerg mit.

"Um diesen sensiblen Naturraum für die Zukunft zu erhalten, müssen wir zügig die Flächen vergrößern, in denen Natur Natur sein darf." In Schleswig-Holstein sei in der Landes-Biodiversitätsstrategie klar festgelegt, dass das für mehr als die Hälfte des Nationalparks gelten solle. "Die Zeit der Dribbelschritte im Naturschutz ist vorbei", so der Minister.

Ranger sollen künftig auch auf das Wasser

Gemeinsam mit Hamburg und Niedersachsen möchte Goldschmidt die Durchsetzung von Regeln und die Naturbeobachtung im Nationalpark stärken. Bisher gebe es ausschließlich Nationalparkarbeit von Land aus. "Das ist nicht mehr zeitgemäß. Neben unseren hervorragenden Rangern an Land brauchen wir künftig auch Nationalparkranger auf dem Wasser", forderte Goldschmidt. Der Plan sei, ein Ranger-Team mit Schiffen und der nötigen Ausrüstung für die Betreuung des Nationalparks und der Schutzgebiete auf See aufzubauen.

Die Ranger sollen für eine Vernetzung der bundesweiten Meeresschutzgebiete sorgen, diese auf See betreuen und Besucher lenken, informieren, Schutzmaßnahmen umsetzen und zum Beispiel Wasserproben zur Überwachung nehmen.

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