Wladimir Putin: Nato-Staaten alarmiert - Eskalation im Ukraine-Krieg sehr wahrscheinlich
Die Nato-Staaten sind in Alarmbereitschaft. Der Druck auf Wladimir Putin steigt, weshalb eine Eskalation im Ukraine-Krieg immer wahrscheinlicher wird. Um eine Mobilisierung zu rechtfertigen, könnte der Kremlchef den Konflikt eskalieren und weitere europäische Länder angreifen.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Wladimir Putin könnte Ukraine-Krieg vertikal oder horizontal eskalieren
- Kremlchef braucht Soldaten und muss Mobilisierung rechtfertigen
- Nato-Staaten alarmiert - Arktis und Ostsee-Raum als mögliche Ziele
Die Befürchtungen europäischer Nato-Staaten, Wladimir Putin könnten den Ukraine-Krieg eskalieren, nehmen zu. Angesichts ukrainischer Verteidigungserfolge könnte der Kremlchef den Konflikt auf den Ostsee-Raum oder die Arktis ausweiten. Besonders in den Anrainerstaaten der Ostsee wächst die Nervosität vor einem möglichen Putin-Angriff.
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Schwedens Verteidigungsminister schlägt Alarm - Angst vor Putin-Angriff wächst
Schwedens Verteidigungsminister Pål Jonson beschreibt die Lage gegenüber dem "Wall Street Journal" deutlich: "Das sicherheitspolitische Umfeld in Europa hat sich in den vergangenen 24 Monaten verschlechtert, und wir beobachten auf russischer Seite eine stärkere Neigung, bei hybriden Operationen größere operative Risiken einzugehen und dabei auch zu kinetischen Elementen überzugehen." Stockholm sieht sich daher gezwungen, zu handeln. Man müsse sich darauf konzentrieren, die eigenen Fähigkeiten zur Abschreckung und Verteidigung gegenüber Russland zu stärken, so Jonson weiter.
Nato-Staaten alarmiert - Arktis und Ostsee-Raum als mögliche Putin-Ziele
Schwedische Sicherheitsbehörden und Geheimdienstexperten anderer europäischer Nato-Mitglieder rechnen mit verschiedenen Angriffsszenarien. Neben militärischen Aktionen gegen die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland halten sie auch andere Operationen für denkbar. So könnte Wladimir Putin nach Einschätzung der Geheimdienste versuchen, dänische oder schwedische Inseln in der Ostsee zu besetzen. Auch ein Vorstoß gegen europäisches Territorium in der Arktis wird nicht ausgeschlossen.
Ukraine-Erfolge setzen Wladimir Putin aktuell unter Druck
Der estnische Auslandsgeheimdienstchef Kaupo Rosin sieht die russischen Streitkräfte in der Ukraine zunehmend in Schwierigkeiten. "Wir sind vielleicht vier oder fünf Monate davon entfernt, wo die Russen nicht mehr aus einer Position der Stärke heraus verhandeln können", so Rosin. Die Verluste auf russischer Seite sind enorm. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die monatlichen Ausfälle der gegnerischen Truppen unlängst auf bis zu 35.000 Soldaten. Diese Zahl entspricht nahezu der Anzahl neuer Rekruten, die der Kreml gewinnen kann.
Putin könnte Ukraine-Krieg eskalieren - Kremlchef muss Mobilisierung rechtfertigen
Der wachsende Druck auf Moskau könnte Wladimir Putin zu drastischen Schritten zwingen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt: "Wenn man für diesen Krieg mobilisiert, sendet man damit das Signal aus, dass man diesen Krieg eigentlich gar nicht gewinnt." Russland stehe daher bald vor der Notwendigkeit zu eskalieren, um eine Mobilisierung innenpolitisch rechtfertigen zu können. Der ukrainische Verteidigungsexperte Oleksandr Danyljuk sieht zwei mögliche Eskalationspfade. Putin könne "vertikal" vorgehen, indem er die Gewalt intensiviere, etwa durch nukleare Drohungen ohne tatsächlichen Atomwaffeneinsatz. Alternativ sei eine "horizontale" Ausweitung denkbar: die geografische Ausdehnung des Konflikts.
Angriff auf Nato unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen
Wladimir Putin selbst äußerte sich im Dezember 2025 zu einem möglichen Konflikt mit Europa: "Wir haben nicht die Absicht, Krieg gegen Europa zu führen." Allerdings fügte er sofort hinzu: "Aber wenn Europa dies will und damit beginnt, sind wir ab sofort bereit." Dass der Kremlchef die EU und das westliche Bündnis als Gegner betrachtet, steht außer Frage. Norbert Röttgen, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hält einen direkten Angriff dennoch für ein enormes Wagnis. Nach dem ausbleibenden Erfolg in der Ukraine wäre es für Putin äußerst riskant, einen weiteren mächtigen Gegner herauszufordern. Dennoch mahnt Röttgen zur Vorsicht: "Trotz meiner Zweifel müssen wir auch einkalkulieren, dass Putin sich irrational und eskalierend verhält."
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