Ukraine-Krieg aktuell: Gebete statt Abwehrsysteme - Russen-Priester wollen Ukraine-Drohnen "wegbeten"

In der russischen Millionenstadt Perm greift die orthodoxe Kirche zu ungewöhnlichen Mitteln im Kampf gegen ukrainische Drohnen. Priester versuchen mit Gebeten und religiösen Prozessionen, die Luftschläge abzuwehren.

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Russische Priester wollen die Drohnen "wegbeten". (Foto) Suche
Russische Priester wollen die Drohnen "wegbeten". Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin:AP | Pavel Bednyakov
  • Orthodoxe Kirche greift im Ukraine-Krieg zu ungewöhnlichen Mitteln
  • Dubioser Bericht von der Front aus der russischen Millionenstadt Perm
  • Russen-Priester wollen Drohnenangriffe mit Gebeten abwehren

Es sind ungewöhnliche Vorgänge, von denen der britische "Daily Star" aktuell in der russischen Millionenstadt Perm berichtet. Dort soll die orthodoxe Kirche im Kampf gegen ukrainische Drohnenangriffe zu ungewöhnlichen Mitteln greifen.

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Orthodoxe Kirche greift im Ukraine-Krieg zu ungewöhnlichen Mitteln

Laut "Daily Star" versuchen die russischen Priester, die ukrainischen Luftschläge mit Gebeten und religiösen Prozessionen abzuwehren. Denn die Stadt im Ural beherbergt strategisch bedeutsame Ölinfrastruktur, die in den vergangenen Wochen massiv unter Beschuss geraten ist. Weshalb sich in der Region nun zahlreiche Geistliche versammelt haben, um Gottesdienste zum Schutz der unter Beschuss geratenen Stadt abzuhalten.

Ukraine-Krieg aktuell: Dubioser Bericht von der Front aus der russischen Millionenstadt Perm

In Perm leben mehr als eine Million Menschen. Die Metropole gilt als Zentrum der russischen Ölproduktion in der Region. Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Perm in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert. Die Folgen sind gravierend: Aus den Raffinerien fließt kaum noch Öl, die Infrastruktur wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Russen-Priester wollen Drohnenangriffe mit Gebeten abwehren

Ein Kirchensprecher verwies darauf, dass in der Stadt "mehrfach Drohnenangriffswarnungen ausgegeben" wurden. Um diese "Plage loszuwerden", habe der Metropolit von Perm nun einen Gebetsgottesdienst abgehalten. Neben den Gebetsgottesdiensten organisierte die Kirche auch eine religiöse Prozession durch die Region. Hochrangige Geistliche trugen dabei die verehrte "Permskaja"-Ikone der Mutter Gottes durch umliegende Dörfer, vorbei an mehreren Kraftwerken und Raffinerien sowie durch Perm selbst.

Eine "Methode", die nicht neu ist: Bereits während der Corona-Pandemie hatten die russischen Geistlichen auf ähnliche Weise versucht, "die Bewohner vor der Krankheit zu schützen".

Ukraine warnt vor radioaktiven Drohnentrümmern

Während die russischen Priester beten, erhebt Kiew schwere Vorwürfe gegen Moskau. Der ukrainische Sicherheitsdienst (SSU) warnt vor radioaktiv belasteten russischen Drohnen. Bei Untersuchungen von Trümmern eines Angriffs auf die Oblast Tschernihiw im vergangenen Monat wurden demnach erhöhte Strahlenwerte festgestellt - verursacht durch Fragmente mit Uran-235 und Uran-238. Die Behörde rief die Bevölkerung zu "besonderer Vorsicht" auf, sollten sie Wrackteile von Drohnen, Raketen oder anderer Munition finden. Angesichts der "Toxizität und Radioaktivität von abgereichertem Uran" bestehe "größte Gefahr".

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