Donald Trump: US-Präsident auf dem Weg ins Krankenhaus - Experten sind ratlos

Zum dritten Mal innerhalb von 13 Monaten begibt sich Donald Trump ins Militärkrankenhaus - wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag mehren sich die sichtbaren Zeichen gesundheitlicher Probleme. Geschwollene Knöchel, Blutergüsse an den Händen und die Diagnose einer chronischen Venenerkrankung befeuern Spekulationen

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump unterzieht sich der nächsten ärztlichen Untersuchung.  (Foto) Suche
Donald Trump unterzieht sich der nächsten ärztlichen Untersuchung.  Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump auf dem Weg ins Krankenhaus zur Vorsorge-Untersuchung
  • Donald Trump: Venenleiden sorgt für sichtbare Schwellungen
  • Donald Trump: Es mehren sich die Zweifel an seinem Zustand

Donald Trump unterzieht sich einer planmäßigen medizinischen Untersuchung im Walter Reed Military Medical Center nahe Washington. Für den US-Präsidenten ist es bereits die dritte derartige Visite in einem Zeitraum von 13 Monaten.

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Donald Trump auf dem Weg ins Krankenhaus zur Vorsorge-Untersuchung

Die Untersuchung findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem Trumps Gesundheitszustand zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Der Präsident wird am 14. Juni seinen 80. Geburtstag feiern. Das Weiße Haus bezeichnet den Klinikbesuch als routinemäßige vorbeugende Gesundheitsfürsorge.

Die Visite umfasst sowohl eine medizinische als auch eine zahnärztliche Kontrolle. Nach seiner letzten regulären Jahresuntersuchung hatte Leibarzt Sean Barbabella Trump eine hervorragende Gesundheit attestiert. Frühere Besuche in dem Militärkrankenhaus fanden im April 2025 und im Oktober 2025 statt.

Donald Trump: Venenleiden sorgt für sichtbare Schwellungen

Im Juli 2025 wurde bekannt, dass bei Trump eine chronisch venöse Insuffizienz diagnostiziert wurde. Diese Erkrankung der Beinvenen tritt besonders häufig bei älteren Menschen auf und führt zu Blutstauungen. Das Weiße Haus hatte zunächst mitgeteilt, der Präsident sei wegen leichter Schwellungen im unteren Beinbereich vorsichtshalber untersucht worden. Die Erkrankung kann Schwellungen in den Beinen und Knöcheln verursachen.

  • Bei zahlreichen öffentlichen Auftritten wurden entsprechende Anzeichen fotografisch dokumentiert. Aufnahmen zeigen den Präsidenten wiederholt mit deutlich geschwollenen Knöcheln und Beinen.
  • Solche sichtbaren Symptome haben im Netz für Aufmerksamkeit und Diskussionen über den Gesundheitszustand des Präsidenten gesorgt.
  • In den USA hat sich etabliert, dass Präsidenten regelmäßig öffentlich über ihren Gesundheitszustand informieren - nicht aus gesetzlicher Verpflichtung, sondern als politische Konvention, die sich über die Jahre eingebürgert hat.

Donald Trump: Blutergüsse an Händen erregen Aufsehen

Neben den Beinschwellungen haben auch auffällige Verfärbungen an Trumps Händen wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Fotografen dokumentierten bei diversen öffentlichen Terminen deutlich sichtbare Blutergüsse an den Händen des Präsidenten. In einigen Fällen waren die Verfärbungen offenbar mit Make-up überschminkt worden, was zusätzliche Diskussionen auslöste.

Trump selbst führt die Hautveränderungen auf das intensive Händeschütteln im Rahmen seiner Amtstätigkeit zurück. Seine Sprecherin Karoline Leavitt ergänzte diese Erklärung zuvor um einen medizinischen Aspekt: Der Präsident nehme blutverdünnende Medikamente ein, was zu den sichtbaren Verfärbungen beitrage.

Zusätzlich wurden bei öffentlichen Auftritten auch rote Flecken an Trumps Hals fotografiert, die ebenfalls Anlass zu Spekulationen gaben.

Donald Trump schon wieder im Krankenhaus - Experten ratlos

Ein ehemaliger Regierungs-Mediziner übt derweil deutliche Kritik an der Kommunikationspraxis des Weißen Hauses bezüglich Trumps Gesundheitszustand. Jonathan Reiner, der als Kardiologe unter Vizepräsident Dick Cheney tätig war, moniert gegenüber der "Daily Mail" einen Mangel an Offenheit.

  • "Dieses Weiße Haus scheint körperliche Beschwerden einfach nicht anerkennen zu wollen, aber ältere Menschen entwickeln medizinische Probleme, und der Präsident ist fast 80 Jahre alt", zeigte sich Reiner ratlos ob dieser Strategie.
  • Es fehle an Aufrichtigkeit seitens der Regierung.

Kritiker bemängeln generell, dass die offiziellen Verlautbarungen zu Trumps Gesundheit überwiegend aus positiven Formulierungen bestehen, jedoch kaum unabhängig überprüfbare Daten liefern.

  • Leibarzt Barbabella bescheinigte Trump nach der Oktober-Untersuchung nicht nur eine hervorragende Verfassung, sondern auch eine deutlich bessere körperliche Konstitution als sein biologisches Alter vermuten lasse. Der Mediziner kam zu dem Ergebnis, Trumps Herz und Gefäßsystem entsprächen dem eines 65-Jährigen - 14 Jahre jünger als sein tatsächliches Alter.

Zuletzt zeigte sich Notarzt Dr. Rob Davidson, der die Organisation "Committee to Protect Healthcare" leitet, in einem YouTube-Interview mit dem früheren CNN-Reporter Jim Acosta besorgt, weshalb sich Trump offenbar wiederholt einem MoCA-Test unterzogen hat - und damit prahlt. Eine mehrfache Durchführung sei nicht notwendig - außer bei möglichen Anzeichen.

  • Zur Erklärung: Das Verfahren dient dazu, leichte kognitive Einschränkungen zu erkennen - es misst weder Intelligenz noch diagnostiziert es ausgeprägte Demenz.

Donald Trump: Es mehren sich die Zweifel an seinem Zustand

Das Vertrauen der amerikanischen Bevölkerung in Trumps geistige und körperliche Leistungsfähigkeit hat derweil merklich nachgelassen.

  • Eine im April durchgeführte Umfrage der "Washington Post", ABC News und Ipsos ergab, dass lediglich 40 Prozent der Befragten dem Präsidenten die notwendige mentale Schärfe für sein Amt zutrauen. Im September des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 47 Prozent - ein Rückgang um sieben Prozentpunkte.
  • Bei der körperlichen Fitness fiel der Vertrauensverlust noch drastischer aus: Nur noch 44 Prozent halten Trump für körperlich geeignet, verglichen mit 54 Prozent im Herbst.

Der Präsident selbst weist solche Bedenken vehement zurück. Anfang Mai erklärte er im Oval Office, seine Gesundheit sei perfekt. Gegenüber Reportern behauptete Trump, er fühle sich wie vor 50 Jahren. Berichte über mögliches Einnicken bei offiziellen Terminen konterte er mit der Erklärung, er schließe beim Zuhören lediglich die Augen. Im Januar betonte er gegenüber dem "Wall Street Journal", er werde merken, wenn er nachlasse - aber dieser Zeitpunkt sei nicht gekommen.

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