Wladimir Putin: Blamiert, bloßgestellt, abgetaucht - hier ist der Kremlchef machtlos
Wladimir Putin sorgte auch in dieser Woche für reichlich Schlagzeilen. Gegen den Spott, den er während seiner Peking-Reise erfahren musste, war der Kremlchef allerdings machtlos. Getuschelt wurde zudem über seine mutmaßliche Abschottung.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin verschanzt sich
- Wladimir Putins Luftabwehr versagt bei Raffinerie-Inferno
- Wladimir Putin als Juniorpartner in Peking bloßgestellt
- Wladimir Putins Gang befeuert Gesundheitsgerüchte nach Peking-Auftritt
- Kreml-Kriegsdrohungen bei minimalen Frontgewinnen
Die vergangene Woche brachte für den russischen Präsidenten eine Serie negativer Schlagzeilen. Der Kremlchef verharrt seit rund 200 Tagen ohne Regionalbesuche, während ukrainische Drohnen erneut Raffinerien trotz russischer Luftabwehr zerstörten.
Bei seinem Staatsbesuch in Peking musste sich Putin demütigende Darstellungen als kleinerer Juniorpartner neben Xi Jinping gefallen lassen. Gleichzeitig befeuern sein auffälliger Gang und seine Körpersprache weiterhin Spekulationen über seinen Gesundheitszustand. Aus Moskau dröhnt derweil aggressive Kriegsrhetorik gegen Europa, während die Offensive an der Front auf historische Tiefstände absinkt.
Die Links zu den folgenden Putin-News der Woche finden Sie direkt unter diesem Text.
Wladimir Putin verschanzt sich: Keine Reisen in russische Regionen mehr
Der russische Staatschef bewegt sich seit über einem halben Jahr nicht mehr außerhalb der beiden Metropolen Moskau und St. Petersburg. Wie das unabhängige Investigativ-Portal "Agentstvo" berichtete, fand der letzte Regionalbesuch am 6. November 2025 in Samara statt.
- Selbst während der Corona-Pandemie blieb Putin maximal 132 Tage den Regionen fern.
- Vor dem Ukraine-Kriegsbeginn lagen zwischen seinen Regionalreisen üblicherweise nur 45 Tage.
Journalisten vermuten Sicherheitsgründe hinter der Abschottung. Ende 2025 behaupteten russische Behörden einen Angriffsversuch auf Putins Anwesen am Waldai-See. Westliche Staatschefs, darunter Donald Trump, äußerten jedoch deutliche Zweifel an dieser Darstellung.
Wladimir Putin: Luftabwehr versagt bei Raffinerie-Inferno
Ukrainische Drohnen setzten in dieser Woche eine Rosneft-Ölraffinerie in der Stadt Syzran in Brand. Der Gouverneur der Region Samara bestätigte laut "Kyiv Post" zwei Todesopfer und mehrere Verletzte. Aufnahmen auf X zeigen meterhoch lodernde Flammen und schwarze Rauchschwaden über der Anlage, die jährlich 8,5 Millionen Tonnen Öl verarbeitet.
Für das Werk ist es bereits der zweite Treffer innerhalb eines Monats. Mitte April hatte ein Angriff die primäre Destillationseinheit zerstört, die für über 70 Prozent der Verarbeitungskapazität verantwortlich war. Allein im Mai trafen ukrainische Drohnen landesweit zehn Raffinerien. Kiew meldete die vollständige Stilllegung von sechs Anlagen. Die Ziele verteilten sich auf Moskau, Nischni Nowgorod, Rjasan und Jaroslawl.
Wladimir Putin als Juniorpartner in Peking bloßgestellt
Bei seinem 25. China-Besuch während seiner Amtszeit erlebte der Kremlchef dann auch noch eine diplomatische Demütigung. Ein Foto aus einer Ausstellung zur russisch-chinesischen Freundschaft in der Großen Halle des Volkes zeigt Putin deutlich kleiner als Xi Jinping. In sozialen Netzwerken löste die Darstellung Spott aus.
Nutzer auf X interpretierten die Inszenierung als klare Botschaft der Machtverhältnisse. "Das ist der Respekt, den China seinem Juniorpartner zollt: Kunst in Form von Kitsch", kommentierte ein Beobachter. Ein anderer beschrieb Putins Auftreten drastisch: "Putin schlurft auf den Tiananmen-Platz wie ein junger Gefreiter, der sich seinem General nähert - Kopf gesenkt, Schultern hängend, Augen am Boden festgeklebt."
Wladimir Putin: Gang befeuert Gesundheitsgerüchte nach Peking-Auftritt
Während des China-Besuchs erregte zudem die Körperhaltung des Kremlchefs erneut Aufmerksamkeit. Sein rechter Arm bleibt beim Gehen nahezu bewegungslos, während der linke normal pendelt. Diese Asymmetrie nährt seit Jahren Spekulationen.
Der Kreml weist alle Gerüchte zurück und betont den ausgezeichneten Gesundheitszustand Putins. Forscher aus Portugal, Italien und den Niederlanden liefern eine alternative Erklärung: KGB-Agenten trainierten, die Schusswaffe ständig rechts in Brusthöhe griffbereit zu halten. Diese jahrelange Übung könnte zu dauerhaft veränderten Bewegungsmustern bei Putin geführt haben.
Wladimir Putin: Kriegsdrohungen bei minimalen Frontgewinnen
RT-Chefin Margarita Simonjan verkündete in dieser Woche im Staatsfernsehen, Moskau könne einen echten Krieg gegen Europa beginnen. Die Propagandistin besitzt laut "Time"-Magazin eine Direktleitung zum Kreml. Die martialische Rhetorik steht im Widerspruch zur Lage an der Front. Laut Black Bird Group eroberten die Russen lediglich 94 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet im vergangenen April. "Das Vorrücken der russischen Armee erreichte damit die niedrigste Rate seit dem Jahr 2023", belegen die Analysten.
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rut/news.de
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