Donald Trump: Plötzliche KI-Kehrtwende schürt wachsende Sorge in der Bevölkerung
Donald Trump hat ein Dekret zum Schutz vor KI-Missbrauch überraschend gestoppt - gegen den Willen der Mehrheit der Amerikaner. Laut Experten sollen Tech-Milliardäre wie Elon Musk ordentlich Druck ausgeübt haben.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Donald Trump verschiebt geplantes Dekret gegen den Missbrauch von KI
- Tech-Milliardäre übten Druck auf den US-Präsidenten aus
- Erhebung zeigt: Mehrheit der Amerikaner bereitet KI-Einfluss zunehmend Sorgen
Der US-Präsident hat die geplante Unterzeichnung eines Dekrets zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz kurzfristig abgesagt. Bei dem Erlass sollte es um Schutzmechanismen gegen den Missbrauch von KI gehen, berichtet unter anderem der "Standard". Die abrupte Meinungsänderung kommt für viele Expert:innen überraschend. Die Hintergründe.
Donald Trump wiegelt geplantes KI-Dekret kurzerhand ab
Donald Trump erklärte am vergangenen Donnerstag, dass ihm Teile des Textes nicht zugesagt hätten. Als Begründung führte er den technologischen Wettbewerb mit China an: Die Vereinigten Staaten lägen bei der KI-Entwicklung vor allen anderen Nationen, und er wolle nichts unternehmen, "was uns bei diesem Vorsprung in die Quere kommt". Die Folge: Das Dekret wurde kurzerhand auf Eis gelegt. Trotz der Begründung wirkt dieser Schritt fadenscheinig.
Ursprünglich sollte die Unterzeichnung im Beisein führender Technologieunternehmer stattfinden - und die waren offenbar anderer Meinung als Donald Trump.
In Sachen KI: Tech-Milliardäre machen Druck auf den US-Präsidenten
Hinter der plötzlichen Absage steckt offenbar massiver Druck aus der Wirtschaft. Laut einem Bericht der "Washington Post" intervenierten Trumps KI-Berater David Sacks, SpaceX-Gründer Elon Musk sowie weitere Führungskräfte großer KI-Unternehmen gegen den geplanten Erlass.
Kehrtwende trifft Regierungsmitarbeiter unvorbereitet
Die Kehrtwende traf zahlreiche Regierungsmitarbeiter unvorbereitet. Sacks war zuvor von den Verfassern des Dekrets informiert worden, darunter Wissenschaftsberater Michael Kratsios und der Nationale Cyber-Direktor Sean Cairncross. Dabei habe Sacks signalisiert, mit dem Erlass leben zu können – allerdings drängte er auf kürzere Fristen für Unternehmen zur Offenlegung ihrer KI-Modelle.
Das Dekret sei jedoch nicht endgültig gescheitert und werde voraussichtlich erneut aufgegriffen, so ein Regierungsbeamter.
Gegen den Mehrheitswillen des Volkes? Amerikaner sorgen sich um KI-Risiken
Die Entscheidung des Präsidenten steht im Widerspruch zur Stimmung in der Bevölkerung. Eine aktuelle Erhebung des Pew Research Center zeigt, dass die Hälfte aller US-Bürger Bedenken gegenüber der zunehmenden Verbreitung von Künstlicher Intelligenz im Alltag hat. Darüber hinaus befürchtet ein noch größerer Anteil der Befragten erhebliche Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt durch die neue Technologie.
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ife/sfx/news.de/stg
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