Wladimir Putin: Kremlchef bloßgestellt im Ukraine-Krieg - aktuell wendet sich das Blatt

Die ukrainischen Streitkräfte haben erstmals mehr Offensivoperationen durchgeführt als die russische Armee - während sich Wladimir Putins Truppen nach ukrainischen Angaben mit massiven Verlusten konfrontiert sehen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin führt seit 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Maxim Shemetov
  • Wladimir Putin: Rückschlag bei Angriffen im Ukraine-Krieg
  • Belarus-Bedrohung: Putin-Generalstab plant angeblich Offensive im Norden
  • Putin-Verluste im Ukraine-Krieg offenbar immer dramatischer

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben ihres Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyj einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Zum ersten Mal übersteigt die Zahl ihrer Offensivoperationen jene der russischen Truppen. In einem Interview mit dem Militärportal "Militarniy" erklärte der General, dass die russischen Kampfhandlungen sowohl an Intensität als auch an Häufigkeit nachgelassen hätten.

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Wladimir Putin: Rückschlag bei Angriffen im Ukraine-Krieg

Syrskyj führte aus, dass bereits an einem der vergangenen Tage die eigenen Angriffsoperationen zahlenmäßig die feindlichen übertroffen hätten. Trotz dieser Entwicklung mahnte er zur Vorsicht. "Aber wir können nicht nachlassen, denn der Feind ist stark", warnte Syrskyj. Die Ukraine verstärkt damit ihre Gegenoffensive entlang der gesamten Frontlinie, während russische Truppen auf defensive Taktiken umzuschwenken scheinen.

Belarus-Bedrohung: Putin-Generalstab plant Offensive im Norden

Der ukrainische Militärchef schlug zugleich Alarm wegen möglicher Angriffsoperationen aus dem Nachbarland Belarus. Syrskyj warnte vor einer realen Gefahr aus nördlicher Richtung und berief sich dabei auf konkrete Erkenntnisse der ukrainischen Aufklärung.

  • "Eine mögliche Operation im Norden ist real. Wir kennen die Daten, dass der russische Generalstab derzeit aktiv offensive Operationen aus dem Norden berechnet und plant", erklärte der Oberbefehlshaber.
  • Sollten diese Vorhaben umgesetzt werden, würde sich die Front erheblich ausdehnen.

Parallel dazu enthüllte Syrskyj massive russische Truppenansammlungen im Sektor Pokrowsk. Dort seien rund 99.000 Soldaten zusammengezogen worden - die größte feindliche Gruppierung entlang der gesamten Front.

Putin-Verluste im Ukraine-Krieg angeblich immer dramatischer

Bezüglich der Verluste auf dem Schlachtfeld erklärte Syrskyj: Die gegnerischen Streitkräfte erleiden erheblich höhere Ausfälle als die ukrainische Armee. Die Gesamtverluste der russischen Truppen an der Front überträfen die ukrainischen um das 3,5-fache, erklärte der Oberbefehlshaber. Bei den Gefallenen sei die Diskrepanz noch dramatischer: Je nach Tag liege das Verhältnis zwischen sieben und neun zu eins zugunsten der Ukraine.

Unabhängig bestätigen lassen sich diese Angaben nicht.

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