Wladimir Putin: Kreml verschärft Nuklear-Rhetorik – Europa schaut alarmiert nach Moskau
Mit scharfen Worten hat der Kreml erneut die Bedeutung seines Atomarsenals hervorgehoben. Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland könne wegen seiner nuklearen Stärke nicht in seiner Existenz bedroht werden. Gleichzeitig deutete Moskau einen möglichen politischen Kurswechsel im Verhältnis zur EU an.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnet Russlands Atomwaffen als "Eckpfeiler" der nationalen Sicherheit
- Moskau sieht sein Nukleararsenal als Garantie gegen jede Bedrohung der staatlichen Existenz
- Analyst gibt leichte Entwarnung:Russland setzt Atomwaffen ausschließlich dann einsetzen, wenn seine Existenz bedroht ist
- Parallel signalisiert der Kreml neue Gesprächsbereitschaft gegenüber Europa
Der Kreml hat am Sonntag unmissverständlich klargestellt, welche Rolle Nuklearwaffen für Moskau spielen. Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete das Atomarsenal als "Eckpfeiler" der nationalen Sicherheit Russlands, wie das russische Medium "Vesti" berichtete.
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Kreml betont zentrale Rolle der Atomwaffen
Die Kernwaffen schützen das Land nach Peskows Darstellung vor Bedrohungen seiner Existenz. Diese Aussage reiht sich ein in eine Serie von Äußerungen aus dem Kreml, die Russlands nukleare Kapazitäten in den Vordergrund rücken – und gleichzeitig die Bedingungen für deren Einsatz definieren.
Putin-Sprecher Peskow stellt klar: "Eine Atommacht kann nicht bedroht werden"
Peskow führte seine Position zur nuklearen Abschreckung weiter aus. "Eine Atommacht kann nicht bedroht werden; ihre Existenz kann nicht bedroht werden", erklärte der Kreml-Sprecher. Genau dies verschaffe Russland die nötige Zuversicht und bilde das Fundament der nuklearen Abschreckung.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Moskau sieht sein Atomwaffenarsenal als ultimative Versicherungspolice gegen jegliche Bedrohung der staatlichen Existenz. Solange Russland über diese Kapazitäten verfüge, könne niemand das Land in seiner Existenz gefährden – so die Logik des Kremls.
Analyst ordnet Aussagen des Kremls ein
Der Russland-Analyst Igor Sushko ordnete Peskows Äußerungen auf der Plattform X ein. Seine Interpretation: Russland werde Atomwaffen ausschließlich dann einsetzen, wenn seine Existenz bedroht sei. Das bedeute konkret, dass Moskau nur im Falle eines nuklearen Angriffs selbst zu Nuklearwaffen greifen würde.
Sushko richtete sich dabei direkt an "die Feiglinge im Westen" und betonte, Peskow habe lediglich das Offensichtliche bestätigt. Russland verhalte sich in dieser Hinsicht nicht anders als jede andere Atommacht der Gegenwart. Die nukleare Doktrin folge damit dem klassischen Prinzip der gegenseitigen Abschreckung.
For the cowards in the West:
— Igor Sushko (@igorsushko) May 17, 2026
Peskov just confirmed the obvious — Russia will only use nuclear weapons if its existence is threatened.
That means: Russia will only use nukes IF it gets attacked by nukes.
Just like every other nuclear power today.
PERIOD.pic.twitter.com/NGIQPQlUAP
Moskau sieht Chancen für Dialog mit Europa
Neben der nuklearen Rhetorik äußerte sich Peskow auch zu den Beziehungen mit der Europäischen Union. Die zunehmenden Diskussionen innerhalb der EU über mögliche Verhandlungen mit Russland bezeichnete er als "bedeutenden Wandel", der im Interesse Moskaus liege.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Präsident Wladimir Putin betont, Russland habe nukleare Fähigkeiten entwickelt, die "weltweit ohne Gegenstück" seien. Die Modernisierung der Abschreckungskräfte sei beschleunigt worden, nachdem die USA 2002 aus dem Raketenabwehrvertrag ausgetreten waren. Russland habe daraufhin fortschrittliche Systeme entwickelt, die bestehende und künftige Raketenabwehrsysteme garantiert durchdringen könnten.
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sba/bua/news.de/stg
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