Donald Trump: "Er sieht aus wie eine Leiche" - neues Trump-Video sorgt für Empörung
Während Tausende Gläubige auf der National Mall zur Neuweihe der Nation vor Gott zusammenkamen, fuhr Donald Trumps Wagenkolonne in die entgegengesetzte Richtung - zu seinem Golfclub in Virginia. Das vom Weißen Haus unterstützte Gebets-Event musste mit einer stark bearbeiteten Videobotschaft auskommen, die im Internet für Spott sorgte.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump geht lieber golfen als zum Gottesdienst
- Donald Trump: Videobotschaft mit offensichtlichen Schnitten erntet Spott
- "Moralisch verfault": Reverend zeichnet düsteres Bild der USA
US-Präsident Donald Trump ließ sein eigenes Glaubens-Event ausfallen und widmete sich stattdessen seinem bevorzugten Hobby. Während Tausende Teilnehmer zur National Mall in Washington strömten, fuhr die Präsidenten-Wagenkolonne aus der Hauptstadt hinaus zum Trump National Golf Club in Sterling, Virginia.
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Donald Trump geht lieber golfen als zum Gottesdienst
Nach Angaben der Website "Did Trump Golf Today" hat Donald Trump an 106 seiner ersten 483 Amtstage Golf gespielt - das entspricht etwa 22 Prozent seiner Präsidentschaft. Statt dem Gottesdienst beizuwohnen, ging der US-Präsident lieber golfen.
- Die vom Weißen Haus unterstützte Veranstaltung "Rededicate 250" sollte anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten die Rolle der Kirche in der Geschichte und im gesellschaftlichen Leben des Landes würdigen.
- Das neunstündige Gebets-Event hatte zum Ziel, die Nation Gott neu zu widmen, wie die Organisatoren mitteilten.
Donald Trump: Videobotschaft mit offensichtlichen Schnitten erntet Spott
Der 79-jährige Trump erschien zumindest per Videobotschaft bei der Veranstaltung - allerdings mit sichtbaren Mängeln. Die vorab aufgezeichnete Ansprache des Präsidenten wies zahlreiche erkennbare Bearbeitungen auf und zeigte ihn beim mühsamen Vorlesen eines Bibelverses. Videos bei der Social-Media-Plattform X zeigen seinen irritierenden Auftritt.
Die Aufnahme löste eine Welle der Kritik in sozialen Medien aus. Ron Filipkowski, Chefredakteur des MeidasTouch Network, schrieb auf X:Holy shit. This is a prerecorded message with lots of obvious edits and this is the best he can do? He looks like a cadaver, sounds like he's on a ventilator, and can't even properly read the sections that come from a book he's never read. https://t.co/GQzMYskMZ9
— Ron Filipkowski (@RonFilipkowski) May 17, 2026
- "Das ist eine vorab aufgenommene Nachricht mit vielen offensichtlichen Schnitten, und das ist das Beste, was er hinbekommt? Er sieht aus wie eine Leiche, klingt als wäre er am Beatmungsgerät und kann nicht einmal die Abschnitte aus einem Buch richtig lesen, das er nie gelesen hat."
Julian Andreone, Reporter für Drop Site News, bezeichnete die Darstellung als "verstörend theokratisch".
"Moralisch verfault": Reverend zeichnet düsteres Bild der USA
Reverend Franklin Graham, Sohn des verstorbenen gleichnamigen Predigers, sorgte mit seiner ebenfalls vorab aufgezeichneten Ansprache für Aufsehen. Der prominente evangelikale Geistliche bezeichnete die Vereinigten Staaten als ein Land, das "moralisch verfault" und "völlig krank vor Sünde" geworden sei. Als Belege führte er unter anderem "Transgenderismus" und die "Öffnung von Frauenumkleideräumen für Männer" an.
Graham zog in seiner Rede Parallelen zur biblischen Sintflut.
- "Als Gott die Flut sandte und die Erde zerstörte, geschah dies, weil das Herz der Menschen so böse und gewalttätig geworden war", erklärte er.
In den Nachrichten sehe man unvorstellbare Gewalt: Vergewaltigungen, Morde und unvorstellbare Brutalität. Videospiele seien voller Gewalt, und die Menschen hätten einen unstillbaren Appetit darauf.
Die Rede des Geistlichen stieß bei politischen Beobachtern auf heftige Ablehnung. Der liberale Kommentator Kyle Kulinski listete auf X eine Reihe von Themen auf, die Graham nicht erwähnt habe: Korruption, illegale Kriege, Bombardierungen von Schulen, Finanzierung von Völkermord, Folter, Zerstörung der Verfassung, Streichung von Gesundheitsleistungen und kostenlosen Schulmahlzeiten sowie Bereicherung der Reichen. Seine Reaktion: "SCHOCKIEREND!"
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rut/news.de
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