Donald Trump: Ex-General fassungslos wegen Trump-Weigerung im Ukraine-Krieg

Der ehemalige Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Europa wirft der Trump-Regierung vor, sich konstant auf die Seite des Kremls zu stellen - während US-Vizepräsident Vance sich damit brüstet, dass die Blockade von Ukraine-Hilfen die größte Errungenschaft seiner Regierung sei.

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Ein Ex-General attackiert Donald Trump wegen seiner Ukraine-Politik. (Foto) Suche
Ein Ex-General attackiert Donald Trump wegen seiner Ukraine-Politik. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump kritisiert von Ex-General wegen Ukraine-Weigerung
  • Ex-General fassungslos: Vance prahlt mit Blockade von Ukraine-Hilfen
  • Ukraine-Krieg aktuell: Neue Verhandlungsrunde in Moskau angekündigt

Der frühere Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, hat eine vernichtende Bewertung der Trump-Regierung vorgelegt. Der 68-Jährige, der als hochrangiger Nato-Berater für Logistikfragen tätig ist, wirft der US-Regierung vor, keine Unterstützung für die Ukraine zu leisten. In einem Interview, dessen Video auf der Social-Media-Plattform X zu sehen ist, übt er scharfe Kritik.

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Donald Trump kritisiert von Ex-General wegen Ukraine-Weigerung

Der ehemalige General bezweifelt grundsätzlich, ob die derzeitige Regierung überhaupt als Verbündeter der Ukraine angesehen werden könne. Seine Analyse zielt direkt auf die außenpolitische Ausrichtung der Trump-Administration ab und stellt deren Rolle im Ukraine-Konflikt fundamental infrage. Hodges zeichnet das Bild einer US-Regierung, die sich von der Ukraine abgewandt hat.

  • "Leider sehe ich nicht, dass die aktuelle US-Regierung irgendetwas tut, um der Ukraine zu helfen. Sie stellen sich ständig auf die Seite des Kremls", erklärte Hodges.

Ex-General fassungslos: Vance prahlt mit Blockade von Ukraine-Hilfen

Besonders scharf kritisiert Hodges den amerikanischen Vizepräsidenten Vance. Es mache ihn fassungslos, dass die amerikanische Führung immer noch die Argumente Moskaus wiederhole. Dieser habe sich damit gebrüstet, dass die Unterbindung der Ukraine-Unterstützung die größte Errungenschaft seiner Regierung sei.

  • "Es ist unglaublich, dass ein amerikanischer Vizepräsident so etwas sagen würde", zitierte der Ex-General aus dem Interview.

Auch Verteidigungsminister Hegseth gerät ins Visier der Kritik. Laut Hodges nimmt dieser nicht mehr an den regulären Besprechungen teil, bei denen es um Hilfsleistungen für die Ukraine geht. Diese Abwesenheit bei den entsprechenden Sitzungen wertet er als weiteren Beleg für die mangelnde Unterstützung.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Verhandlungsrunde in Moskau angekündigt

Nach der Vermittlung einer dreitägigen Feuerpause im Ukraine-Krieg rechnet der Kreml mit einer baldigen Fortsetzung der Friedensgespräche. Der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Trump, werden "schon ziemlich bald" erneut in die russische Hauptstadt reisen, wie der für die Verhandlungen verantwortliche Kremlbeauftragte Juri Uschakow gegenüber dem staatlichen russischen Fernsehen mitteilte. Ein konkreter Termin wurde nicht kommuniziert.

Uschakow führte aus, dass die derzeit geltende Waffenruhe durch zweitägige telefonische Abstimmungen mit amerikanischer Seite zustande kam.

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