Prozess (Gericht): Prozess um Angriff auf israelischen Rüstungskonzern geht weiter
Die Attacke auf einen israelischen Rüstungskonzern in Ulm hat für viel Aufsehen gesorgt. Aber auch der Verhandlungsauftakt verlief mehr als schlagzeilenträchtig. Wie geht es weiter in dem Prozess?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach Tumulten zum Verhandlungsauftakt wird heute der Prozess um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen fortgesetzt. Fünf Pro-Palästina-Aktivisten stehen vor Gericht - sie sollen nachts in die Firma im baden-württembergischen Ulm eingebrochen sein und dort Inventar in hohem Wert zerstört haben. Zum Prozessauftakt Ende April hatten sich die Rechtsanwälte im streng gesicherten Justizgebäude in Stuttgart-Stammheim aus Protest auf die Plätze der Angeklagten gesetzt. Die Richterin hatte die Verhandlung daraufhin abgebrochen - noch vor Verlesung der Anklage.
Die Attacke auf den Rüstungskonzern hatte im vergangenen Jahr viel Aufmerksamkeit und Empörung nach sich gezogen. Den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen zwischen 25 und 40 Jahren wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vorgeworfen.
Die drei Frauen und zwei Männer sollen laut Anklage der Organisation "Palestine Action Germany" angehören. Sie sollen den Angriff auf die deutsche Tochter des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems in Ulm am 8. September 2025 mit weiteren bislang unbekannten Beteiligten verübt haben. Elbit liefert militärische Systeme, in Ulm entwickelt und fertigt die deutsche Tochtergesellschaft militärische Kommunikationstechnik.
Der Verhandlungsauftakt verlief chaotisch. Pro-Palästina-Aktivisten demonstrierten vor dem Gerichtsgebäude. Dutzende Zuschauer grölten und klatschten, als die Angeklagten in Handschellen hereingeführt wurden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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