Donald Trump News: Trump gratuliert schottischem Regierungschef zum Wahlsieg

Auf die Regierung in London ist der US-Präsident schlecht zu sprechen. Zu Schottland hat er ein besonderes Verhältnis. Doch das ist kein Garant für gute Beziehungen, wie die Vergangenheit zeigt.

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Mit einer Verordnung will Donald Trump die Glyphosat-Produktion in den USA unterstützen. (Foto) Suche
Mit einer Verordnung will Donald Trump die Glyphosat-Produktion in den USA unterstützen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

US-Präsident Donald Trump hat Schottlands Regierungschef John Swinney zum Wahlsieg gratuliert. "Er ist ein guter Mann", befand der Republikaner über den Chef der schottischen Unabhängigkeitspartei. Swinney habe gemeinsam mit dem britischen Königspaar hart an einer Reduzierung der Zölle auf schottischen Whisky gearbeitet, schrieb Trump, daher habe er "DIESEN GROSSEN WAHLSIEG" verdient. Trump verwendete die in den USA übliche Schreibweise Whiskey.

Die SNP wurde bei der schottischen Regionalwahl am Donnerstag erneut stärkste Kraft, verfehlte aber das erklärte Ziel einer absoluten Mehrheit. Die Wähler hätten sich mit überwältigender Mehrheit für eine Regierung entschieden, die sich für die Unabhängigkeit einsetze, sagte Swinney am Samstag.

Er wolle noch vor der nächsten britischen Parlamentswahl 2029 die Zustimmung aus London für ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum erreichen, so Swinney weiter. Damit wolle er einem möglichen Wahlsieg der rechtspopulistischen Partei Reform UK zuvorkommen, die bei den in mehreren Teilen Großbritanniens an diesem Donnerstag abgehaltenen Regional- und Kommunalwahlen äußerst stark abgeschnitten hatte.

Trump ist schlecht auf Labour zu sprechen

Die in London regierende Labour-Partei und Reform UK belegten in Schottland gemeinsam den zweiten Platz. Für die Sozialdemokraten von Labour, die insbesondere in Wales und bei Kommunalwahlen in England katastrophal abschnitten haben, war das enttäuschend.

Trump ist spätestens seit Beginn des Iran-Kriegs schlecht auf den britischen Premierminister und Labour-Chef Keir Starmer zu sprechen. Er wirft Großbritannien mangelnde Unterstützung in dem Konflikt vor.

Der US-Präsident ist hingegen ein Fan des Königshauses, erst kürzlich empfing er König Charles und Königin Camilla in Washington. Auch Schottland ist ihm ans Herz gewachsen. Seine Mutter stammt von dort. Zudem betreibt Trump mehrere Golfplätze im nördlichsten britischen Landesteil.

Mit dem inzwischen verstorbenen früheren schottischen SNP-Regierungschef Alex Salmond verstand sich Trump einst blendend. Salmond half ihm, die Erlaubnis für den Bau eines Golfplatzes nahe Aberdeen zu bekommen. Später überwarfen sich die beiden im Streit um eine Windfarm an der Küste vor dem Golfplatz, die Trump vergeblich verhindern wollte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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